Gebrauchtwagen-Preislisten: Wert ermitteln

Auf dem Markt für Gebrauchtwagen in Deutschland wird rege gehandelt, gekauft und verkauft. Pro Monat wechseln etwa 600.000 bis 700.000 Autos den Besitzer. Neben einer unüberschaubaren Fülle an Marken, Modellen und Ausstattungen finden sich auch Autos in jedem denkbaren Zustand. Von perfekt gepflegten Wagen reicht die Spanne bis zu defekten Altautos oder Fahrzeuge mit Unfall-Totalschaden. Für private Verkäufer können Gebrauchtwagen-Preislisten eine erste Orientierung geben, um den Wert des eigenen Autos einschätzen zu können. Wer den ungefähren Verkaufspreis seines Fahrzeugs kennt, geht sicherer in die Preisverhandlungen und ist vor Preisdrückerei gefeit.

Kundenmeinungen
Ich habe gratis-autobewertung.de leider zu spät entdeckt. Hab meinen Wagen für 600 Euro verkauft, dabei hätte ich dafür scheinbar auch noch 900 Euro verlangen können. Sehr Argerlich!
Nils K.
Mal eben schnell bewerten? Mit Gratis-autobewertung absolut kein Problem. Preis war realistisch und hat mir beim Verkauf geholfen.
Henning T.

Preislisten: Ein Blick, ein Preis

Fragt man unter Autobesitzern nach, wie viel ihr PKW aktuell eigentlich wert ist, blickt man zumeist in fragende oder ratlose Gesichter. Der Preis, zu dem man das Fahrzeug erstanden hat, ist den Besitzern meist noch gegenwärtig. Ab dem Tag der ersten Zulassung verliert das Auto jedoch an Wert – jeden einzelnen Tag. Dies gilt sogar, wenn das Fahrzeug gar nicht bewegt wird. Bei einem Neuwagen sinkt der Fahrzeugwert im ersten Jahr am meisten. Danach verringert sich die Geschwindigkeit des Wertverlusts von Jahr zu Jahr. Um für das eigene Fahrzeug den Gebrauchtwagen-Wert zu ermitteln, hilft für den Anfang ein Blick in eine Gebrauchtwagen-Preisliste.

Für diese Gebrauchtwagen-Preislisten gibt es eine Reihe von Anbietern. Ein entscheidender Faktor hier ist die Aktualität. Branchengrößen unternehmen beachtliche Anstrengungen, um die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes im Allgemeinen und den Wertverlust einzelner Modelle im Besonderen möglichst exakt und zeitnah nachzuzeichnen. Zu den bekanntesten Herausgebern von Preislisten für gebrauchte Autos zählen Schwacke und ADAC. In den umfangreichen Listen sind mehrere tausend Fahrzeuge aufgeführt, aufgeschlüsselt nach Hersteller, Modell, Motorisierung und Baujahr. Wer sich unsicher zum Beispiel über die genaue Motorisierung des eigenen Autos ist, wirft einen kurzen Blick in seinen Fahrzeugschein. Nun ist es ein Leichtes sein Fahrzeug in den Tabellen wiederzufinden. Der gefundene Wert spiegelt den Marktpreis wider, den ein vergleichbares Auto zur Zeit auf dem Gebrauchtwagenmarkt kosten würde. Will man sein Auto zum Verkauf anbieten, liegt der Einkaufspreis natürlich unter diesem Wert. Die Annahmen liegen etwa bei acht bis fünfzehn Prozent Abschlag. Als Daumenregel gilt, dass auf dem privaten Automarkt etwas höhere Verkaufspreise erzielt werden können als bei Abgabe an einen KFZ-Händler.

 

Grenzen der Gebrauchtwagen-Preislisten

Der große Vorteil einer Gebrauchtwagen Preisliste ist das zügige Auffinden des eigenen Fahrzeugs und des Restwerts, der damit verknüpft ist. Als Besitzer hilft es diese Zahl im Kopf zu behalten, wenn man zum Beispiel sein Fahrzeug verkaufen möchte. Die großen Tabellen haben jedoch auch eine Reihe von Einschränkungen. Wer ein Automodell fährt, das selten auf dem Markt gehandelt wird, findet dieses möglicherweise in den Listen nicht. Zudem sind in den Listen nur Fahrzeuge jüngerer Baujahre berücksichtigt. Fährt man ein älteres Auto, muss man nach anderen Möglichkeiten suchen den Wert seines PKW zu erfahren. Weiterhin wird bei der Ermittlung des Fahrzeugwerts für diese Listen von einer durchschnittlichen Ausstattung ausgegangen. Wer ein karg ausgestattetes Auto verkaufen möchte ohne übliche Ausstattungsmerkmale – bei Mittelklassewagen gehören Radio oder Klimaanlage zum Standard – muss mit Preisabschlägen rechnen. Im Umkehrschluss sind in den Gebrauchtwagen-Preislisten Besonderheiten wie zum Beispiel ein teures Navigationsgerät oder ein Automatikgetriebe bei einem Kompaktwagen nicht berücksichtigt. Auch bei der Laufleistung werden nur durchschnittliche Werte berücksichtigt. Die Unterschiede zwischen einem wenig genutzten Rentnerfahrzeug und einem Vertreterauto gleichen Typs können jedoch enorm sein. Ein weiterer großer Nachteil der Auto-Preislisten für Gebrauchtwagen liegt darin, dass der individuelle Pflegezustand nicht berücksichtigt werden kann. Zwischen einem top-gepflegten Wagen, bei dem jede Wartung pünktlich beim Vertragshändler durchgeführt wurde und einem Auto gleichen Typs, das altersgemäße Gebrauchsspuren im Innern und den einen oder anderen Kratzer außen trägt, entstehen bereits deutliche Preisunterschiede. Hat das Auto dann noch einen Schaden durch Verschleiß oder durch einen Unfall, hilft eine Orientierung mittels der Gebrauchtwagen Preisliste kaum noch weiter. Nicht zu vergessen ist, dass diese Gebrauchtwagenpreislisten teils kostenpflichtig sind. Während der ADAC Autobesitzer kostenlos in seine Liste einsehen lässt, verlangt zum Beispiel die EurotaxSchwacke GmbH für den Zugang der bekannten “Schwacke-Liste” eine Gebühr.

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Alternativen zu Gebrauchtwagen-Preislisten

Wer für sein Auto den aktuellen Wert ermitteln will, findet im Internet eine Reihe von Webseiten, die eine Online-Autobewertung anbieten. Ein Beispiel dafür ist das bekannte Branchenunternehmen DAT (Deutsche Automobil Treuhand GmbH, https://www.dat.de/) mit seiner DAT-Fahrzeugbewertung. Das renommierte Unternehmen ermittelt nach wenigen Klicks den Restwert eines Autos. Der angezeigte Wert ist von der Aussagekraft allerdings nur mit den Preislisten für Gebrauchtwagen vergleichbar. Individuelle Besonderheiten werden nicht berücksichtigt.

Genauer als diese Schätzwerte in der Gebrauchtwagen Preisliste sind die Preise, die bei einer Gebrauchtwagenuntersuchung ermittelt werden. Diese werden unter anderem von den bekannten Prüforganisationen TÜV und DEKRA angeboten. Die Auto-Experten untersuchen das vorgestellte Fahrzeug gründlich, beziehen Ausstattung und Zustand ein und weisen den Wert sogar mit einem Prüfzertifikat aus. Allerdings ist dieser Service kostenpflichtig. Eine empfehlenswerte Alternative hierzu ist die Gebrauchtwagenbewertung von wirkaufendeinauto.de. Autobesitzer bringen zunächst den Schätzwert Ihres Autos mittels einer Online-Eingabemaske in Erfahrung. Anschließend können Sie eine kostenfreie Untersuchung bei einem KFZ-Spezialisten vereinbaren. Der große Vorteil hier ist, dass auch beschädigte oder alte Autos begutachtet werden. Sogar bei einem Totalschaden wird der Restwert ermittelt. Nach der Untersuchung kennt der Besitzer den marktgerechten Wert seines Autos, wer will, kann seinen PKW gleich an den Anbieter verkaufen.

Die ausführlichste Möglichkeit zur Wertermittlung ist die Erstellung eines Gutachtens durch einen zertifizierten KFZ-Sachverständigen. Derartige Gutachten spiegeln den tatsächlichen Wert eines Fahrzeugs am genauesten wider, sind jedoch mit einigen Kosten verbunden. Daher empfiehlt sich diese Art der Wertermittlung nur bei hochwertigen Autos oder bei Oldtimern. Eine Wertermittlung mittels einer Gebrauchtwagen-Preisliste ist ein guter Start, um den Marktpreis seines PKW zu ermitteln. Wer jedoch ernsthaft sein Auto verkaufen will, sollte weitere Möglichkeiten zur genaueren Preisbestimmung nutzen.

 

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