Gefahren beim Gebrauchtwagen Verkauf

Beim Gebrauchtwagen Verkauf gibt es im Grunde genommen drei verschiedene Optionen, um sein gebrauchtes Fahrzeug loszuwerden. Der Verkauf an eine Privatperson, quasi von Angesicht zu Angesicht, der Verkauf über das Medium Internet, das die Veräußerung durch eine Privatperson oder einen Händler zulässt sowie der Verkauf an einen klassischen Gebrauchtwagenhändler. Alle drei Fälle haben Vor-und Nachteile sowie ein gewisses Risikopotential. Damit Sie Ihren Gebrauchtwagen Verkauf möglichst ohne Betrügereien vornehmen können, haben wir Ihnen in unserem Ratgeber die wichtigsten Tipps zusammengestellt, was man alles beachten sollte. Dazu zählen unter anderem eine vorherige, gründliche KFZ-Wertermittlung sowie das Aufsetzen von einem rechtsgültigen Kaufvertrag. Mit unseren Tipps wird Ihr Gebrauchtwagen Verkauf zu einer sicheren Angelegenheit.

Kundenmeinungen
Sehr praktischer Rechner, bei dem am Ende auch noch der richtige Wert meines Autos heraus kam.
Linda K.
Ich dachte immer, mein Auto wäre noch einiges wert und habe mich gewundert, dass ich keinen Käufer gefunden habe. Dank gratis-autobewertung.de weiß ich, dass ich falsch lag und schwupps habe ich mein Auto zu einem akzeptablen Preis verkauft.
Bengt N.
Perfekt! Drei Klicks, drei Sekunden, schneller geht's nicht. Die Einschätzung war exakt, hab den Preis dann auch für meinen Wagen bekommen.
Gorden S.

Der private Gebrauchtwagen Verkauf

Der Verkauf an eine Privatperson ist zumindest für den Verkäufer relativ unproblematisch, solange dieser ehrlich agiert und die Kaufinteressenten über alle bestehenden Mängel aufklärt. Der Verkäufer verpflichtet sich dazu, dem Käufer keinerlei Reparaturen oder Unfälle aus der Vergangenheit zu verschweigen und sollte zu seinem eigenen Schutz im rechtsgültigen Kaufvertrag eine Sachmängelhaftung wirksam ausschließen. Durch diese Maßnahme kann im Nachhinein keine Forderung des Käufers in Kraft treten. Beim privaten Gebrauchtwagen Verkauf zwischen zwei Personen gilt es demnach in erster Linie dem Interessierten nichts zu verschweigen und alles offen zu legen. Denn zu den größten Risiken beim Gebrauchtwagen Verkauf und natürlich auch beim Kauf zwischen Privatleuten gehört die Gewährleistungsfalle: Im Gegensatz zum gewerblichen Anbietern darf eine Privatperson jegliche Verantwortung für spätere Sachmängel von vornherein ausschließen, wenn dieses zuvor im Kaufvertrag festgelegt wurde. Wer also vor dem Kauf bei der Fahrzeugbesichtigung nicht aufmerksam alles prüft, bleibt womöglich hinterher auf der Reparaturrechnung sitzen.

Demnach entsteht häufig auch ein gewisses Kostenrisiko. Wer nicht gerade ein Autofachmann ist, erkennt Verschleißschäden nicht immer auf Anhieb und da beim Gebrauchtwagen Verkauf von privat zu privat meist „gekauft wie gesehen“ gilt, ist das spätere Durchsetzen eines Gewährleistungsanspruchs seitens des Käufers in der Regel aussichtslos.Eine Ausnahme besteht hier, wenn man dem Verkäufer eine bewusste Täuschung durch falsche Angaben nachweisen kann, was jedoch selten gelingt. Lesen Sie sich also stets den Kaufvertrag gründlich durch, denn eine Nachbesserung oder Rückabwicklung ist kaum möglich. Ebenso raten wir Ihnen, bei jedem Besichtigungstermin eine fachkundige Person dabei zuhaben. Sofern der Verkäufer damit einverstanden ist, können Sie auch eine entsprechende Prüfstelle mit der KFZ-Bewertung beauftragen, um eine realistische Wertermittlung zu erhalten. Bedenken Sie auch immer, dass gerade Privatpersonen beim Gebrauchtwagen Verkauf weniger zu verlieren haben als ein Händler. Während letzterer zumeist auf seinen guten Ruf bedacht ist, verschwinden Privatpersonen nach dem Verkauf oftmals in der Anonymität. So ist die Hemmschwelle zu Betrugsversuchen wie beispielsweise eine Manipulation des Tachos häufig viel geringer.

Im Internet oder beim Händler? – Der sichere Gebrauchtwagen Verkauf

Beim Gebrauchtwagen Verkauf über das Internet gilt im Prinzip das Gleiche wie beim Verkauf an eine Privatperson, denn in der Regel bezieht sich der größte Teil des Verkaufprozesses auf privaten Inseraten unterschiedlicher Onlineplattformen: Auch hier gilt: Nichts verschweigen und vorab eine Sachmängelhaftung wirksam ausschließen. Beim Auktionsgiganten ebay muss man dies beispielsweise schon in der Artikelbeschreibung festhalten. Denn sobald die Auktion beendet ist und man als Höchstbietender ein Gebot abgegeben hat, ist ein wirksamer Kaufvertrag entstanden. Der Verkäufer sollte das Auto möglichst ansprechend präsentieren, indem zum Beispiel großen Wert auf die eingestellten Bilder gelegt wird. Ausgesprochen gut machen sich dabei Detailaufnahmen von gut erhaltenen Fahrzeugteilen, ebenso positiv wirken sich ein generell sauberes und ordentliches KFZ auf das Kaufinteresse aus. Denn der erste Eindruck zählt. Bei einem Privatverkauf via Internet besteht jedoch das erhöhte Risiko, dass das eigene Verkaufsinserat bei der Masse an Angeboten untergeht und sich keine Interessenten finden lassen. Zudem besteht die Gefahr, dass man als Käufer einen zu hohen Betrag für das gebrauchte Fahrzeug zahlt, weil zum Beispiel die Wertigkeit nicht richtig bestimmt werden kann und Bilder allein nicht wirklich aussagekräftig sind.

Um dieses Risiko so gut es geht zu minimieren, besteht die Möglichkeit über einen professionellen Händler einen Gebrauchtwagen Verkauf vornehmen zu lassen. Diese Form der Veräußerung verläuft zumeist recht komfortabel und schnell, indem man als Verkäufer einfach zum Händler fährt, das Auto vorzeigt und der Autohändler daraufhin einen Preis vorschlägt, den man akzeptiert oder nicht. Allerdings sollte sich jeder Verkäufer hierbei bewusst machen, dass Gewerbetreibende in der Regel aus jedem Geschäft einen gewissen Profit herausschlagen möchten und demzufolge ein Händler mit dem Weiterverkauf des Fahrzeugs noch zusätzlich Geld verdienen möchte. Deshalb ist bei einem Händler häufig mit einem geringeren Ankaufspreis zu rechnen. Im Gegenzug erhält man jedoch in den meisten Fällen eine schnelle Abwicklung, zahlreiche Serviceleistungen, die den Zeitaufwand und Stress, den ein Verkauf hervorrufen kann, reduzieren. Während die beiden ersten Möglichkeiten des Gebrauchtwagenverkaufs rechtliche Risiken im Nachhinein bergen, birgt der Verkauf von Gebrauchtwagen an einen Händler das Risiko, nicht den optimalen Preis für sein Auto zu erzielen.

Der rechtsgültige Kaufvertrag

Der allgemeine KFZ-Kaufvertrag für ein gebrauchtes Fahrzeug beinhaltet in der Regel den vorgedruckten Kaufvertrag, Tipps für den Verkäufer und Käufer, sowie vorgedruckte Mitteilungen an die Zulassungsstelle und Haftpflichtversicherung über den Verkauf eines PKW`s. Im Internet gibt es kostenlose Vordrucke von Kaufverträgen, die Sie unkompliziert herunterladen können sowie Checklisten, die die wesentlichen Tipps und Ratschläge zum Thema Kaufvertrag zusammenfassen. Dazu zählt unter anderem eine gründliche Vorbereitung, wie zum Beispiel die explizite Kontrolle des Fahrzeugzustandes, die Sichtung des Führerscheins des Interessenten bei der Probefahrt sowie das Bestehen auf eine sichere Zahlungsweise, idealerweise durch eine Kontoüberweisung. Bei Privatverkäufen sollte eine Barzahlung des vollen Kaufpreises bei Übergabe vereinbart werden, da Scheck- und Wechselgeschäfte zu rechtlichen Problemen führen können.  Vor der vollständigen Bezahlung des gesamten Kaufpreises sollten Sie keinesfalls den KFZ-Brief dem Käufer aushändigen. Garantieren Sie nur spezielle Fahrzeugdetails, deren Vorhandensein Sie auch durch Quittungen oder Ähnliches beweisen können. Mit einem Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag sind Sie als Verkäufer auf der sicheren Seite. Zudem sollten Sie als Verkäufer unverzüglich nach Unterschreiben des Kaufvertrages den Besitzwechsel des Fahrzeugs  der Zulassungsstelle mitteilen, damit Sie nicht mehr haftbar gemacht werden können. Der Käufer ist diesbezüglich verpflichtet, unverzüglich nach Kaufabschluss das gekaufte Fahrzeug bei der Zulassungsstelle umzumelden.

 

4.92/5 | 24 Votes