Carsharing – was ist das eigentlich?

Vor allem in Großstädten sieht man zahlreiche Fahrzeuge mit Carsharing Aufschriften wie „DriveNow“, „Car2go“ oder „Flinkster“, die im jeweiligen Zentrum der Stadt fast an jeder Ecke stehen. Obwohl Automarken und Autotypen, welche mit den jeweiligen Logos beschriftet sind, unterschiedlicher nicht sein könnten, haben diese Fahrzeuge doch  eine Gemeinsamkeit. Sie gehören alle zu einem Carsharing-Unternehmen. Den Begriff Carsharing hat fast jeder schon einmal gehört, doch was genau ist das eigentlich? Es steht für die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen, welche ein spezielles Unternehmen bereitstellt. Carsharing Anbieter verfügen dabei meist über eine große Palette an Fahrzeugtypen, vom Kleinwagen über Cabrio bis hin zum Transporter. Üblicherweise erfordert die Nutzung eine Mitgliedschaft beziehungsweise Registrierung. Dabei haben einzelne Carsharing Anbieter unterschiedliche Anmeldebestimmungen. Alle Wagen können telefonisch, per Internet oder über eine Handy App reserviert werden. Nutzer haben die Option Fahrzeugtyp, Abholstation, Start und Rückgabezeit selbst zu bestimmen.  Im Vergleich zum herkömmlichen Mietwagenangebot bietet Carsharing im Allgemeinen wohnungsnahe Standorte, sowie eine ganztägige oder  stundenweise Nutzung an. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles über Vor- und Nachteile, die Anbieter und deren Angebote.

Kundenmeinungen
Gratis-autobewertung.de verhinderte, dass mich ein dubioser Händler über den Tisch zog.
Chantal I.
Wenn man mal eben schnell sein Auto bewerten will, eignet sich gratis-autobewertung.de hervorragend. Vertrauenswürdiger Service!
Frank E.
Der Preis hier und der Verkaufspreis lagen nur 50 Euro auseinander. So genau hatte ich das noch bei keinem Online-Rechner!
Jan S.
Hätte nicht gedacht, dass mein Auto so viel Wert ist. Dank Sonderausstattung ging der Preis sogar um weitere 200 € nach oben. Super!
Thorsten M.

Vor- & Nachteile des Carsharing

Vorteile von Carsharing

  • Keine Unterhaltskosten für eigenen Pkw
  • Unabhängigkeit
  • Flexibilität
  • Gelegenheitsfahrer, Transporte & Kurztrips

Nachteile von Carsharing

  • Anmeldegebühr
  • Monatlicher Beitrag, laufende Kosten
  • Parkzeit verlangt Extrakosten
  • Geringe Verbreitung

Lohnt sich Carsharing wirklich?

Durchschnittlich steht ein Privatfahrzeug 23 Stunden am Tag herum, ohne genutzt zu werden. Es verursacht trotzdem stetig hohe Kosten für Wartung. Wer also nur gelegentlich oder mit dem eigenen PKW oft nicht einmal 10.000 km im Jahr fährt, sollte sich den Umstieg auf einen Carsharing-Dienst durch den Kopf gehen lassen. Doch selbst, wenn Sie mit dem eigenen Auto nicht viel fahren oder die Anschaffung eines Fahrzeuges aufgrund hoher Kosten zunächst scheuen, sollte das Nutzen einer Carsharing-Flotte gut überdacht sein. Denn dieser Dienst eignet sich bei Weitem nicht für jeden. Wer beispielsweise außerhalb eines Ballungsgebietes lebt, wird möglicherweise nicht um ein eigenes Kfz herumkommen. Viele Carsharing Anbieter haben oft ein sehr begrenztes Geschäftsfeld, welches sich im Zentrum einer größeren Stadt gruppiert. Den Wagen längere Zeit außerhalb des Geschäftsbereiches zu parken, ist oft nicht möglich. Wer allerdings zentrumsnah wohnt, kann auch sämtliche guten Anbindungen des öffentlichen Nahverkehrs nutzen.

Mitarbeiter des ADAC haben herausgefunden, dass Carsharing-Nutzer ein anderes Muster in ihrer Fahrzeugnutzung aufweisen als jemand mit eigenem Pkw. Während Autobesitzer häufig auch kurze Strecken unter 20 Kilometer mit dem eigenen Pkw zurücklegen, fahren Carsharing-User zu 80 Prozent deutlich längere Strecken. Car-Sharer nutzen die Flotte überwiegend für Fahrten im Freizeitbereich, denn der tägliche Weg zur Arbeit wird oftmals weiterhin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Modernes Auto-Teilen eignet sich vor allem für Gelegenheitsfahrer. Beim Tagesausflug ins Umland sind Carsharing-Fahrzeuge gute Zubringer. Ebenso sind Carsharing Flotten für einen kurzfristigen Transport, einen Einkauf oder einen Umzug geeignet. Familien, welche sich keinen Zweit- oder Drittwagen für kurze oder unregelmäßige Fahrten zulegen möchten, sollten sich über Carsharing informieren. Auch wenn man dabei Unterhaltungskosten eines eigenen PKWs spart, gibt es diesen Service nicht umsonst. So sind Monatsbeiträge, Aufnahmegebühren, Minuten- oder Stundenfahrpreise sowie Beträge für Parkzeiten zu entrichten.

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Carsharing-Anbieter: Welche gibt es?

DriveNow

Dieser Carsharing-Anbieter wurde 2011 von BMW gegründet und ist mit rund 2350 Fahrzeugen in München, Berlin, Düsseldorf, Köln aber auch Hamburg aktiv. Zudem sind auch MINI und Sixt an diesem Unternehmen beteiligt. Diese Carsharing Fahrzeugflotte besteht hauptsächlich aus neuen Fahrzeugmodellen der Marke BMW sowie MINI. Autofahrer können zwischen dem 1er BMW, dem 1er Cabrio, dem BMW X1, BMW ActiveE, Mini Clubman, Mini Countryman, Mini Coupé & dem Mini Cabrio wählen.

Wer Carsharing mit DriveNow nutzen möchte, muss mindestens 20 Jahre alt sein. Zudem sollte derjenige bereits seit einem Jahr durchgängig eine Fahrerlaubnis besitzen. Wer diese Anforderungen noch nicht erfüllt, aber bereits ein Fahrsicherheitstraining erfolgreich absolviert hat und dies nachweisen kann, darf den Service trotzdem in Anspruch nehmen. Zur Anmeldung müssen Personalausweis, Führerschein, Kredit oder EC-Karte sowie die Anmeldegebühr (29 Euro) mitgebracht werden.

Nach der Anmeldung zum Carsharing kommen auf den Fahrer keine laufenden Kosten zu, es gibt also keinen monatlichen oder jährlichen Beitrag. Erst beim Autofahren entstehen Kosten. Bei jeder Buchung sind bereits 200 Kilometer inbegriffen, jeder weitere Kilometer kostet dann 29 Cent. Ansonsten findet eine Abrechnung im Minutentakt statt, dabei variieren die Minutenpreise abhängig von Modell oder gebuchtem Sparpaket. Parken kostet bei diesem Carsharing Anbieter 15 Cent und ist von 0 bis 6 Uhr kostenlos. Wer ein Fahrzeug 15 Minuten über eine Handy App reservieren möchte, muss dafür ebenfalls nichts bezahlen. Bei der Buchung ist bereits eine Vollkaskoversicherung inbegriffen, allerdings mit einer Beteiligung von 750 Euro. Gegen eine Gebühr besteht die Option, diese Selbstbeteiligung zu reduzieren. Spar- oder auch Stundenpakete lohnen sich für Carsharer, welche länger unterwegs sein wollen.

Preisübersicht DriveNow
Anmeldegebühr 29 €
Mietgebühr ab 31 Cent/Min.
Parken 15 Cent/Min.
Selbstbeteiligung 750 €
Inklusivkilometer 200 Kilometer, danach 29 Cent/km
Voraussetzung Mindestalter: 20 Jahre, 1 Jahr Fahrerlaubnis

Car2Go

Car2Go Carsharing gibt es bereits seit 2008 und befindet sich in der Hand von Daimler und Europcar. Die Flotte, welche fast ausschließlich aus Smart fortwo Wagen besteht, ist in den Städten Ulm, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München und Berlin unterwegs. Wer einmal in den Kontakt mit einem Elektrofahrzeug kommen möchte, ist hier richtig, denn Smarts mit dem electric drive Antrieb werden ebenfalls zur Verfügung gestellt. In Berlin sind derzeit etwa 1200 Flitzer unterwegs.

Um Carsharing via Car2Go zu nutzen, sollte man mindestens 18 Jahre alt sein. Zudem sollte man seit einem Jahr im Besitz einer Fahrerlaubnis sein. Wie bei DriveNow gibt es keine monatlichen oder jährlichen Gebühren, lediglich eine Anmeldegebühr von 19 Euro wird fällig. Eine Fahrminute kostet 29 Cent, Parken 19 Cent. Wer länger unterwegs sein will, kann auch einen Stundensatz von 14,90 Euro oder einen Tagessatz von 59 Euro zahlen. Hierbei inklusive sind bereits 50 Freikilometer, jeder zusätzliche Kilometer kostet innerhalb der Basisgebühr 29 Cent. Eine Versicherung ist hier beim Carsharing zusätzlich inklusive. Der Anbieter verlangt maximal 500 Euro Selbstbeteiligung, bietet aber auch ein monatliches Sparpaket von 9,90 Euro, um diese im Schadenfall auf 0 Euro zu reduzieren. Car2Go bietet seinen Nutzern 20 Freiminuten an, wenn sie das Fahrzeug bei einem Tankfüllstand unter 25 Prozent wieder volltanken.

Preisübersicht Car2Go
Anmeldegebühr 19 €
Mietgebühr ab 29 Cent/Min.; 14,90 €/h; 59 €/Tag
Parken 19 Cent/Min.
Selbstbeteiligung max. 500 €
Inklusivkilometer 50 Kilometer, danach 29 Cent/Min.
Voraussetzung 18 Jahre, 1 Jahr Fahrerlaubnis

Flinkster

Das seit 2009 bestehende Unternehmen Flinkster ist ein Carsharing Service der Deutschen Bahn AG. Mit 140 teilnehmenden Städten ist dieser Anbieter der größte in diesem Segment. Nicht nur die angebotenen Standorte sind vielfältig, sondern auch das Fahrzeugangebot. Nutzer können sich zwischen Smart, Citroen,VW, Opel, Mini, Alfa Romeo oder Mercedes entscheiden. Für Nutzer unter 25 gibt es jedoch Einschränkungen beim Wählen des Pkw. Wer als Kunde bei der Bahn eine BahnCard besitzt, kann sich sogar kostenlos beim Carsharing Dienst anmelden. Ohne BahnCard kostet eine Registrierung einmalig 50 Euro. Umweltfreundliche Elektrofahrzeuge werden auch von der Bahn AG zum Ausprobieren angeboten. Die Nutzungspauschale pro Kilometer beträgt 18 Cent. Von 22 bis 8 Uhr kostet eine Stunde 1,50 Euro. Von 8 bis 22 Uhr beträgt der Stundenpreis 2,30 Euro. Mietet man einen Wagen für einen ganzen Tag kostet es 39 Euro, ab dem zweiten Tag dann nur noch 29 Euro.

Preisübersicht Flinkster
Anmeldegebühr 50 € (Bahncardbesitzer zahlen 0 €)
Mietgebühr 18 Cent/km pauschal; 8-22 Uhr: 2,30 €/h; 22-8 Uhr: 1,50 €/h; 39 €/Tag
Voraussetzung alle Modelle ab 25 Jahre, vorher eingeschränkte Fahrzeugnutzung

Neben diesen großen und sehr bekannten Anbietern gibt es auch zahlreiche weitere wie zum Beispiel stadtmobil, citeecar, Quicar und multicity. Das Geschäftsmodell ist bei allen Anbietern gleich, sie unterscheiden sich lediglich in den Preisen und den Städten, in denen man das Angebot nutzen kann.

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Wie funktioniert privates Carsharing?

Wer feststellt, dass sich ein eigenes Auto im Kosten–Nutzen-Vergleich nicht wirklich lohnt, aber trotzdem nicht auf unabhängige Mobilität verzichten möchte, findet im privaten Carsharing eine gute Alternative. Mitmachen kann jeder, der einen privaten PKW für eine Vermietung zur Verfügung stellen oder nutzen möchte. Gegenüber dem kommerziellen Carsharing werden hier bereits vorhandene Fahrzeuge privat genutzt und keine neuen Flotte angeschafft. Hier profitieren alle Parteien gleichermaßen: Der Fahrzeughalter verdient an seinem Auto – Mieter können günstig mobil sein. Des Weiteren werden Privatfahrzeuge besser genutzt, Privates Carsharing wird von Dienstleistern wie tamycaautonetzerNachbarschaftsauto und rent-n-roll koordiniert. Der Anbieter autonetzer aus Stuttgart ist der umfangreichste. Er besitzt Filialen in Berlin, München, Hamburg und Köln. Wer also genauso flexibel wie günstig mobil sein möchte, für den ist Carsharing oder gar privates Carsharing eine günstige Alternativ, sei es als Mietender oder als PKW-Besitzer.

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