Nicht jede Rutschpartie macht Spaß: sicheres Fahren bei Schnee & Eis

Der erste Schnee ist da und mit ihm die besorgten Gesichter der Autofahrer. Zu ungern wird jetzt das Fahrzeug bewegt, denn zu groß ist das Risiko einer unfreiwilligen Rutschpartie oder eines Unfalls. Wer doch raus auf die Straße muss und dabei nicht auf das Auto verzichten kann, sollte wissen, wie das Fahren bei Schnee und Eis sicher und möglichst gefahrlos abläuft. In unserem Ratgeber erfahren Interessierte, was sie bei Schnee und Eis zu beachten haben. Von dem Autocheck vor der Fahrt, über die Äußerung des Gesetzes zu Winterreifen und Schneeketten bis hin zur richtigen Nachbereitung des Fahrzeugs nach einer Fahrt bei Schnee und Eis.

Kundenmeinungen
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Bernd A.
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David M.

Habe ich auch nichts vergessen?

Das Fahren bei Schnee und Eis erfordert schon vor dem Drehen des Zündschlüssels die höchste Aufmerksamkeit. Denn wenn Autofahrer erst einmal eine Panne haben oder von der Straße gerutscht sind, sind sie gut beraten, bereits vorher den Wagen kontrolliert und alle wichtigen Gegenstände im Kofferraum dabei zu haben. So können sie sich nicht nur in unangenehmen oder gefährlichen Situationen helfen, sondern diese auch verhindern. Vor der Fahrt bei Schnee und Eis ist also der PKW durchzuchecken.

Die wichtigsten Utensilien: Im Auto sollten sich im Winter einige nützliche Helfer befinden, bevor die Fahrt angetreten wird. Dazu zählen neben dem Eiskratzer, den Handschuhen und der Schneeschaufel auch Abtaumittel für die Scheiben, Granulat oder Sand als Anfahrhilfe und eine Wolldecke. Der Enteiser sollte sich hingegen beim Autofahrer befinden. Gerade in schneereicheren Gebieten ist es ebenso wichtig, Schneeketten mitzuführen.

Vor dem Starten: Ist der Frostschutzanteil in der Kühlflüssigkeit und im Scheibenwischwasser noch hoch genug? Beim Fahren auf Schnee und Eis ist zu beachten, dass mehr Zeit eingeplant werden muss. Sämtliche Scheiben müssen sowohl vom Schnee als auch vom Eis befreit sein, bevor die Fahrt losgehen kann. Auch die Beleuchtung darf nicht vom Schnee bedeckt sein. Das Autodach sollte ebenso abgefegt werden, damit nachfolgende Fahrzeuge während der Fahrt nicht durch den abwehenden Schnee in Gefahr geraten. Im Winter wird die Batterie des Wagens stärker beansprucht, denn Licht und Heizung verbrauchen auf Kurzstrecken mehr Strom, als die Batterie in dieser Zeit wieder auflädt. Deshalb ist eine längere Fahrt angeraten.

Winterreifen und Schneeketten: In Deutschland sieht das Gesetz (§2 Abs. 3a StVO) seit 2010 vor, dass Autos bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ nur mit Winterreifen oder Ganzjahresreifen mit der Kennzeichnung M+S fahren dürfen, andernfalls droht neben der Unfallgefahr eine Bußgeldstrafe. Das Fahren bei Schnee und Eis mit Schneeketten ist hierzulande keine Pflicht. Dort wo jedoch viel Schnee liegt aber auch in bergigen Regionen weisen meist Verkehrsschilder auf das Anlegen der Ketten hin. Das sollte vorher schon einmal geübt worden sein. Die Schneeketten müssen den Reifen so umfassen, dass bei jeder Radstellung nur die Kette die Fahrbahn berührt. In anderen Ländern gelten andere Regelungen: In Ungarn können Autofahrer zum Beispiel an der Grenze abgewiesen werden, wenn sie keine Schneeketten mitführen, in Österreich dürfen nur spezielle Schneeketten mitgeführt werden. Sind die Ketten aufgespannt, darf das Fahrzeug nur mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde gefahren werden. Auch montierte Anhänger müssen Ketten tragen.

 

Los geht die Fahrt bei Schnee und Eis

Ist der PKW gut auf das Fahren bei Schnee und Eis vorbereitet, kann die Fahrt losgehen. Wenn die Straße durch überfrierende Nässe glatt ist, sollte beim Anfahren das Gaspedal im 2. Gang behutsam gedrückt werden. Für Automatikgetriebe gibt es das Winterprogramm. Die optimale Schaltung beschreibt beim Fahren bei Schnee und Eis einen hohen Gang mit niedriger Drehzahl. Frühzeitig sollte hochgeschaltet werden. Für die Automatik gilt: Keinen Kick-Down durchführen. Die Beherrschung des Autos erfordert ein defensives Fahren inklusiver sanfter Lenkung und Bremsung. Sollte es doch einmal ins Schleudern geraten, müssen Fahrer auskuppeln, gegenlenken und gegebenenfalls eine Vollbremsung machen. Wenn das Fahrzeug ABS hat, rattert hier das Pedal. Am besten ist es, wenn Halter auf freier Strecke einen Bremsvorgang testen, um so ein Gefühl dafür zu bekommen.

Worauf PKW-Fahrer ebenfalls besonders achten sollten: Durch die schwankenden Temperaturen im Winter ändert sich die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche ständig und teilweise auch kurzfristig. Auch ist es ungünstig, den Wagen an Steigungen halten zu lassen. Besondere Glatteisgefahr herrscht auf Brücken, an lichtarmen Waldstücken und auf Straßen neben Flüssen – das sollte beim Fahren bei Schnee und Eis berücksichtigt werden.

Fahrt vorbei, erfolgreich am Ziel – und dann?

Nach dem Fahren bei Schnee und Eis, ob mir Schneeketten oder Winterreifen, ist es wichtig, nasse Fußmatten aus dem Wagen zu holen und trocknen zu lassen. Auch ein Stoßlüften beugt der Schimmelbildung vor. Das Auto stellt man am besten in die Garage, dort ist es sicher vor der Witterung geschützt. Ist keine vorhanden, sollten Fahrzeughalter mit Kunststoffüberwürfen oder Planen für die Frontscheibe eine Alternative zu Hilfe nehmen. Bei der Aufbewahrung müssen vorhandene Schneereste und das Schmelzwasser beachtet werden.

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