Autofahren bei Wind und Sturm

Gerade in den Übergangszeiten von Frühling und Herbst lauern Gefahren auf den Straßen, die selten in den anderen Zeiten des Jahres zu finden sind: Wind und Sturm. Deshalb gilt es hier für Autofahrer, den Wetterverhältnissen besondere Beachtung zu schenken und sich darüber zu informieren, welche Fahrweise bei Wind und Sturm angemessen ist und was in dieser Zeit vermieden werden sollte. Unser Ratgeber hat alle wichtigen Aspekte des Autofahrens bei Wind und Sturm zusammengefasst, um Ihre Sicherheit zu erhöhen und Sie für diese Witterungsverhältnisse optimal zu wappnen. Auch zum Thema Schäden und Versicherung haben wir Ihnen wichtige Informationen zusammengetragen.

Kundenmeinungen
Super Service, hatte mein Auto ruckzuck bewertet!
Thomas L.
Vor kurzem hab ich bei gratis-autobewertung.de mein Auto schätzen lassen. Und was soll ich sagen? Ich habe es dank der Bewertung zueinem spitzen Preis verkauft bekommen.
Sebastian K.

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Richtiges Autofahren bei Wind und Sturm

Grundsätzlich gilt: Bei starkem Wind und Sturm sollte das Auto stehen gelassen werden, denn die Risiken sind zu hoch. Wer trotzdem das Haus verlassen muss und dabei auf den PKW angewiesen ist, sollte seiner Fahrweise besondere Beachtung schenken. Wenn der Wind über die Straßen fegt, ist höchste Konzentration gefragt. Autofahrern ist deshalb geraten, alle Ablenkungen, wie Musik oder Mobiltelefon, auszuschalten. Denn ein kurzer Schreck durch ein Klingeln kann in Verbindung mit einer plötzlichen Windböe böse Folgen haben. Um die Kontrolle über das Fahrzeug nicht zu verlieren, ist es ratsam, beide Hände am Lenkrad und die Augen unablässig auf die Straße gerichtet zu haben. Beim Autofahren bei Wind und Sturm muss auch eine längere Fahrtzeit eingeplant werden, denn das Tempo ist unbedingt zu drosseln.

Ein Beispiel:
Ist man mit 100 km/h unterwegs und wird von einer 70km/h schnellen Windböe erfasst, kann der PKW um einen Meter aus der Bahn gebracht werden. Erhöht sich die Geschwindigkeit auf 130 km/h, sind es bereits vier Meter.

Wenn Urlaubsreisen mit dem Auto oder Wohnmobil geplant sind, sollte der Wetterbericht vor Fahrtantritt genau studiert werden. Die Verschiebung des Urlaubsbeginns um einen oder zwei Tage kann bei angekündigten Stürmen vor Unfällen schützen. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass Urlaubsautos meist eine größere Aufprallfläche haben. Wenn also ein kleines Auto bei einer Windböe auf der Fahrbahn bleibt, könnten Wohnmobil, Wohnwagengespann oder das KFZ mit Dachbox in den Gegenverkehr gedrängt werden.

Besondere Gefahrenquellen bei Wind und Sturm beachten

Beim Autofahren bei Wind und Sturm befinden sich zum Beispiel auf Brücken Windsäcke, die nicht nur die Windrichtung, sondern auch die Stärke sichtbar machen. Denn gerade auf Brücken und in Waldschneisen ist der Wind besonders stark – wenn ein Umweg gewählt werden kann, ist dieser zu empfehlen. Autofahrer sollten ebenso auf Überholmanöver verzichten, gerade wenn es sich bei den zu überholenden Fahrzeugen um Busse oder LKWs handelt. Die Stärke des Windes, wenn man aus dem Windschatten herausfährt, wird oftmals unterschätzt. Durch herabstürzende Äste oder andere Sturmschäden können Rehe oder andere Tiere aufgeschreckt werden und panisch auf die Straße rennen – dieses Risiko sollte auch vorausschauend eingeplant werden. Nach dem Autofahren im Wind und Sturm muss auch der Parkplatz des Fahrzeugs bedacht werden. Wenn der Wagen nicht in einer Garage untergebracht werden kann, sollte er auch nicht in der Nähe von Bäumen oder Gewässern parken. Auch alte Gebäude sind zu vermeiden, da hier die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass Dachziegel oder andere defekte Teile auf das Fahrzeug fallen.


Schäden durch Wind und Sturm – wer zahlt?

Bei Schäden, die durch starken Wind, Sturm oder anderem Unwetter wie Hagel entstanden sind, zahlt normalerweise die Versicherung. Doch dafür müssen besondere Bedingungen erfüllt sein. Die Teilkasko übernimmt die Reparaturkosten am Fahrzeug meist erst ab Windstärke 8 (63 Stundenkilometer). Dann bezahlt die Versicherung nicht nur Schäden, die durch Bäume oder Äste entstanden sind, sondern auch durch Dachziegel oder Hagelkörner. Für alle Mängel nach einem Unwetter gilt: Mit Beweisbildern und gegebenenfalls Angaben vom Wetteramt sind Versicherte auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Doch nicht immer werden die Reparaturkosten erstattet: Wenn man auf einen Baum, der sturmbedingt auf die Straße gefallen ist, auffährt, ist das kein Sturmschaden. Parken Halter ihren PKW unter einem morschen  Baum, kann dies als Fahrlässigkeit ausgelegt und somit nicht bezahlt werden. Bei Wasserschäden gilt: Schäden durch überschwemmte Straßen werden nicht übernommen, die Beschädigung durch eine überschwemmte Tiefgarage dagegen schon.

 

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