Die richtige Handwäsche für das Auto

Wer die Autopflege lieber selbst übernimmt, anstatt sie Waschanlage und Co. zu überlassen, muss für eine Handwäsche einiges an Utensilien & Zeit übrig haben. Dafür kann man sich aber hinterher darauf verlassen, dass eine Reinigung gründlich sowie zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt wurde. Doch wie sieht eine optimale Handwäsche aus und was schadet dem Fahrzeug eher, als dass es nützt? In unserem Ratgeber klären wir über die ideale Autopflege via Handwäsche auf und geben Tipps, wie eine Reinigung effektiv durchgeführt wird. Außerdem beleuchten wir rechtliche Grundlagen, denn eine private Autowäsche kann teuer werden.

Kundenmeinungen
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Frank E.
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Moritz V.

Die Utensilien für eine Handwäsche

Bevor Fahrzeugbesitzer eine Autopflege per Handwäsche beginnen, sollten sie dafür sorgen, dass alle notwendigen Utensilien griffbereit zur Verfügung stehen. Bei der Wasserreinigung eignen sich am besten zwei helle Eimer, um zum einen Schmutz besser zu sehen, zum anderen nach Frischwasser – Dreckwasser aufzuteilen – so wird Lack- und Fensterkratzern vorgebeugt. Als Reinigungsmittel können für die Handwäsche spezielle Shampoos verwendet werden, wie etwa Kärcher Autoshampoo oder ArmorAll Intensiv Autoshampoo. Ebenso sollten Mikrofasertücher sowie ein Waschhandschuh bereit liegen, damit man zum Beispiel den Kühlergrill gründlich reinigen kann und den Lack des Wagens nicht zerkratzt. Zurückbleibendes Wasser der Handwäsche wird mit einem Trockentuch abgewischt. Für den Innenraum sind ebenfalls Staubsauger und – falls Tiere regelmäßig im Auto mitfahren – eine Drahtbürste für die Handwäsche wichtig. Damit können Tierhaare ideal entfernt werden.

     Zur Handwäsche brauchen Sie:

    • Zwei Eimer
    • Autoshampoo
    • Mikrofasertuch
    • Waschhandschuh
    • Trockentuch
    • Staubsauger
    • Drahtbürste (für Tierhaare)
    • Lackreiniger/Lackpolitur
    • Autowachs

Die richtige Handwäsche im Innenraum

Ein Fahrzeug wird bei der Handwäsche von innen nach außen gereinigt. Wenn alle Gegenstände, welche für eine Fahrt nicht notwendig sind, beispielsweise alte Zeitungen, Schuhe oder leere Kaffeebecher, aus dem Innenraum entfernt wurden, kann man alle Fußmatten herausnehmen, ordentlich abklopfen oder gegebenenfalls mit einem Schwamm reinigen. Für eine Reinigung des Armaturenbretts eignen sich bei der Handwäsche Staubtücher oder, bei gröberer Verschmutzung, Feuchttücher. Fenster können mit einem Fensterputzmittel & Papiertüchern von innen gesäubert werden. Anschließend sollte der Staubsauger zum Einsatz kommen und alle Böden, Kofferraum und Sitzpolster abgesaugt werden. Ist die Garnitur aus Leder, empfiehlt sich spezielle für die Handwäsche Lederpflege. >>> Mehr zur Pflege im Innenraum können Sie hier lesen.

Den Wagen außen per Handwäsche gründlich reinigen

Wenn die Karosserie stark verschmutzt ist, ist bei der Handwäsche eine Vorreinigung nötig. Anschließend sollte das Auto mit Schwamm oder Waschhandschuh sowie Reinigungsmitteln von oben nach unten abgerieben und im zweiten Schritt mit klarem Wasser abermals abgespült werden. Ein Blick in den Motorraum sollte bei der gründlichen Handwäsche nicht fehlen: Doch aufgrund austretender Öle darf eine Motorwäsche nur an dafür vorgesehenen Orten stattfinden, da hier Ölabscheider vorhanden sind. An einigen Tankstellen ist die Motorreinigung erlaubt. Ein Motor wird am besten gesäubert, indem man ihn mit einem Hochdruckstrahlreiniger absprüht. Sobald er wieder trocken ist, kann ein Motor-Konservierer gesprüht werden, damit Schutz vor Rost gegeben ist beziehungsweise Feuchtigkeit gebannt wird. Um den Lack zum Glänzen zu bringen, können Lackreiniger & Lackpolitur verwendet werden, doch Vorsicht! Letztere ist aggressiver, da sie Schleifmittel enthält. Deshalb ist es bei der Handwäsche wichtig, dass die richtige Politur verwendet wird. Wer beim Glanz Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann im Anschluss Autowachs verwenden: So wird Lack konserviert, Schmutz bleibt nicht so leicht daran haften.

 

Die richtige Handwäsche am richtigen Ort

Wer die Autoreinigung selbst übernehmen will, sollte sich vorher mit den Satzungen des jeweiligen Ortes vertraut machen. Denn wer eine Handwäsche auf der Straße vor seinem Haus vollzieht, muss mit einem Bußgeld bis zu mehreren tausend Euro rechnen (§103 Wasserhaushaltsgesetz – WHG). Grundsätzlich gilt, dass auf unbefestigtem Grund, bei dem es zu einer Verbindung zwischen Schmutzwasser und Grundwasser kommen kann, eine Autowäsche nach §34 Abs. 1 WHG erlaubnispflichtig ist, andernfalls besteht eine Ordnungswidrigkeit. Ist der Untergrund gesichert, zum Beispiel durch Pflastersteine, ist das Verbot vom WHG zwar aufgehoben, hier greifen jedoch individuelle Satzungen der Gemeinde. Diese untersagen in vielen Fällen eine Handwäsche des Autos auf öffentlichen Straßen.

Nützliche Tipps für zur Autopflege

Störenden Gerüche können Autobesitzer auf mehreren Wegen entgegenwirken: Zahlreiche Geruchsfänger befinden sich in Ablagen an Tür und unter Sitzen. Hier sollte nicht nur gründlich gereinigt, sondern der Geruch durch Hilfsmittel gebunden werden. Etwas Essig oder Kaffeepulver wirken über Nacht Wunder. Die Luft wird gereinigt, das Auto riecht wieder frisch. Etwas Natronpulver auf Polster & Fußteppiche gestreut, kann nach einer Einwirkzeit und dem Absaugen ebenfalls Geruch vertreiben. Sollen Fenster so klar wie möglich werden, helfen Kukident Tabs: Sie enthalten biologische Enzyme, welche nicht nur Kalk oder Verschmutzungen durch Insekten effektiv lösen, sondern nebenbei auch noch umweltschonend sind.

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