Alle Infos zur Ladungssicherung

Eine Befragung deutscher Autofahrer hat ergeben, dass 2012 rund 19% der Befragten den Weg in den Haupturlaub mit dem Auto angetreten haben. Wer mit dem PKW weite Strecken zurücklegt, beziehungsweise zum Urlaubsort fährt, hat normalerweise für seine Familie eine ganze Menge Gepäck an Bord. Dieses sollte in jedem Fall sicher verstaut werden. Nur durch eine korrekte Ladungssicherung kann die Sicherheit von den Insassen im Falle einer Gefahrensituation gewährleistet werden. Bereits eine Notbremsung oder ein Aufprall im Stau bei geringer Geschwindigkeit kann fatale Folgen haben. Eine falsche Ladungssicherung zieht ein Bußgeld nach sich, da hier gegen §22 StVO verstoßen wird. Wie Sie Ihren PKW für den nächsten Umzug, einen kleinen Transport oder für den Urlaub richtig beladen und wie eine optimale Ladungssicherung aussieht, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Kundenmeinungen
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Matthias H.
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Niclas H.

PKW richtig beladen – so geht’s!

Wer sicher an seinem Urlaubsort mit dem PKW ankommen möchte, sollte sich vor dem Losfahren intensiv mit der richtigen Ladungssicherung seiner Gepäckstücke befassen. Jeder Gegenstand, welcher sich ungesichert im Fahrgastraum oder Kofferraum befindet, kann bei einem Frontalzusammenstoß nach vorne katapultiert werden. Er schnellt bei einer unzureichenden Ladungssicherung bereits bei 50km/h mit einem 30 bis 50-fachen seines Eigengewichts unkontrolliert Richtung Innenraum.

Im Folgenden haben wir für Sie einige grundsätzliche Ratschläge für eine ideale Ladungssicherung im Fahrzeug aufgelistet. Mit diesen Tipps können Sie den Weg in den Urlaubsort mit Komfort und Sicherheit bestreiten.

  • vor dem Beladen den Kofferraum mit einer Antirutschmatte auskleiden
  • Schwere Gegenstände/Koffer stets in den Kofferraum mit direktem Kontakt zur Rücksitzlehne
  • leichte Gegenstände nach oben
  • Laderaumgitter/Gepäcknetz verwenden, sofern Ladung die Höhe der Rückensitzlehne übersteigt
  • Ladung ggf. mit Decke oder Zurrgurten sichern/befestigen
  • Getränke in Glasflaschen im Innenraum sind zu vermeiden
  • Rücksitze müssen nicht immer umgeklappt werden, können zur Stabilisierung hilfreich sein
  • Gewicht sollte beim Beladen gleichmäßig verteilt werden
  • höchstzulässige Dachlast für Dachboxen etc. beachten
  • Fahrzeug nicht überladen
  • Reifendruck nach Beladung prüfen ggf. anpassen

Des Weiteren sollten Ladungen nicht den Blick des Fahrers nach vorn versperren. Zudem muss die Sicht auf Rück- und Seitenspiegel frei sein. Wer eine ordnungsgemäße Ladungssicherung missachtet, riskiert ein Bußgeld. Das Gesetz besagt, dass Ladungen einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen so zu verstauen und zu sichern sind, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegungen nicht verrutschen oder herabfallen (StVO §2 (1)1). Generell dürfen dabei Fahrzeug inklusive Ladung bestimmte Breiten & Längen nicht überschreiten. Ist das bei der Ladungssicherung nicht zu vermeiden und ragt die Ladung zum Beispiel mehr als einen Meter über den Rückstrahler hinaus, muss dies gekennzeichnet werden. Eine Kennzeichnung hat durch eine hellrote mindestens 30 x 30 cm große Fahne, welche durch eine Querstange auseinandergehalten wird, zu erfolgen. Des Weiteren ist ein gleichgroßes, ebenso hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelndes Schild möglich. Kommen Autofahrer diesen Bestimmungen für die Ladungssicherung nicht nach, wird ein Bußgeld (Stand Juli 2014) fällig.

Ladung

ist nicht verkehrssicher verstaut 35,00 Euro
…und gefährdet dadurch andere 60,00 Euro + 1 Punkt
…und verursacht dadurch einen Unfall 75,00 Euro + 1 Punkt
ragt über das Fahrzeug hinaus 20,00 Euro
verbreitert das Fahrzeug unzulässig 20,00 Euro
ragt bei Strecken bis 100km über 3m heraus 20,00 Euro
ragt bei Strecken über 100km über 1,5m heraus 20,00 Euro
 

Sicherung durch Dachboxen & Fahrradträgern

Zum normalen Urlaubsgepäck kommen Sommer wie Winter oftmals spezielle Ausrüstungsgegenstände hinzu. Auch Snowboards, Skier oder Fahrräder müssen richtig und vor allem sicher transportiert werden. Skier sollten zum Beispiel nicht lose im Fahrgast- oder Kofferraum transportiert werden. Hier empfiehlt sich für eine ideale Ladungssicherung das Verstauen in einer Dachgepäckbox. Bei einer Nutzung von Dachboxen gilt es einiges zu beachten.

Sie sollten vor dem Kauf bereits abschätzen können, was in der Box transportiert wird und einer Ladungssicherung bedarf. Danach richten sich dann Volumen und Länge der Box. Schauen Sie sich verschiedene Modelle an. Achten Sie beim Kauf auf Schnellverschlüsse, diese erleichtern Montage. Wer Skier transportieren möchte, sollte diese in der Box zusätzlich sichern. Dazu empfehlen sich spezielle Halter, welche in der Box zur Ladungssicherung angebracht werden können. Auch hier gilt ähnlich der Kofferraumbeladung das Prinzip: Gewicht sowie Gegenstände sollten gleichmäßig verteilt und mit Zurrgurten zusätzlich fixiert werden. Um sowohl Ladung als auch Material zu schützen, sollte die Box von innen gepolstert werden. Für eine ideale Ladungssicherung ist unbedingt die maximale Zuladung von Box & Trägern zu beachten. Wer mit einer Dachbox unterwegs ist, sollte hohe Geschwindigkeiten meiden sowie maximal 130km/h fahren. Des Weiteren verändern sich aufgrund des höherliegenden Schwerpunktes Dynamik und Fahrverhalten des PKWs. Wer sich in den Bergen aufhält und Tunnel passiert, sollte eine gesteigerte Fahrzeughöhe aufgrund der Dachbox vor einer Durchfahrt kalkulieren. Generell gilt, dass zusätzliche Gegenstände den Benzinverbrauch erhöhen. Benötigt man die Dachbox zur Ladungssicherung aktuell nicht, sollte diese in jedem Fall abgebaut werden.

Fahrräder lassen sich normalerweise nicht in einer Dachbox zur Ladungssicherung verstauen. Zur Mitnahme von Fahrrädern empfehlen sich spezielle Fahrradträgersysteme. Hierbei sind Dachträger, Heckklappenträger sowie Kupplungsträger zu unterscheiden. Grundsätzlich muss man festhalten, dass Autos nicht dafür ausgelegt sind, Fahrräder zu transportieren. Somit sind anbaufähige Trägersysteme eine gängige Möglichkeit zur Ladungssicherung, jedoch nur ein Kompromiss, wie unsere Auflistung zeigen wird.

Dachträger für den Fahrradtransport

Dachträger zur Ladungssicherung sind üblicherweise eine günstige Alternative im Vergleich zu den anderen Trägersystemen. Dafür weisen diese jedoch erhebliche Defizite bei Montage und Beladung auf. So ist die Montage von den Grundträgern auf regenrinnenlosen Autodächern recht kritisch. Es sei denn, Sie fahren einen PKW mit integrierten Aufnahmepunkten auf dem Dach. Ist der Träger erst montiert, geht es an die Beladung, welche in diesem Fall mit einem hohen Kraftaufwand verbunden ist. Zudem stehen die Räder komplett im Fahrt- und Seitenwind, was Sicherheit als auch Kraftstoffverbrauch negativ beeinflusst.

Heckklappenträger

Um Heckklappenträgersysteme zur Ladungssicherung nutzen zu können, benötigen die Fahrzeughalter einen PKW mit Anhängerkupplung. Teilweise können zur Montage keine Träger aus dem Einzelhandel verwendet werden, da es für einige Automodelle passende Heckklappen-Systeme gibt. Diese müssen dann im Fachhandel oder beim Hersteller erworben werden. Im Gegensatz zum Dachträger sind die Heckklappenträger einfacher zu beladen und bieten eine gute Haltefunktion. Zudem sind diese ebenfalls recht günstig. Obwohl das Beladen recht einfach ist, erfordert die Montage zwei Personen. Nach der Montage ist oft der Zugang zum Kofferraum erschwert oder gar nicht mehr möglich. Unter Umständen schaden Sie Ihrem PKW bei einer Dauerbenutzung dieser Träger, da Heckklappen – Scharniere für eine extreme Belastung und zur Ladungssicherung nicht ausgelegt sind. Des Weiteren können dieses Systeme Schäden am Lack hinterlassen. Wer einen Neuwagen besitzt, hat eventuell gar nicht mehr die Möglichkeit, dieses Trägersystem zu nutzen. Oft ist die Heckklappe aus Glas oder die Spaltmaße zu gering, sodass eine Nutzung von Heckklappenträgern für die Ladungssicherung ausgeschlossen ist.

Kupplungsträger

Kupplungsträger bieten gegenüber den anderen Systemen zur Ladungssicherung zahlreiche Vorteile aber auch einige Nachteile. Diese halten sich bei Kupplungsträgern jedoch die Waage. So ist dieses Trägersystem durch eine niedrige Ladehöhe leicht zu bestücken. Der Kupplungsträger ist weitestgehend unbeeinflusst vom Fahrtwind. Neben einer guten Haltungsfunktion wird mit diesem Träger das Risiko für Schäden am Auto minimiert. Der Zugang zum Kofferraum wird weiterhin durch eine Abklappmechanik gewährleistet. Nachteilig ist, dass für die Montage eine Anhängerkupplung aus Stahl benötigt wird. Gegenüber den anderen Modellen ist dieses System zur Ladungssicherung sehr kostenintensiv. Durch entstehende Luftwirbel bei Nässe besteht eine starke Verschmutzung des Trägers sowie der Ladung. Kupplungsträger sind recht sperrig und schwer, was eine unkomplizierte Aufbewahrung erschwert. Zu guter Letzt hat dieses System erhebliche Auswirkungen auf das Fahrverhalten, denn das Fahrzeug wird hecklastig.

Neben diesen gängigen Systemen zur Ladungssicherung, welche sich für die Anbringung und Mitnahmen von Fahrrädern außen am Fahrzeug eignen, gibt es zusätzlich ein Fahrradhalterungssystem für den Innenbereich. Dies ist jedoch nicht für PKW-Besitzer geeignet, sondern wird vornehmlich an Halter von Vans und größeren Fahrzeugen herausgegeben. Diese Systeme sind während einer Fahrt vor äußeren Einflüssen wie Fahrtwind oder Verschmutzung geschützt. Das System kann einfach und stabil fixiert werden. Es ist diebstahlsicher und besonders einfach in der Handhabung. Wer sich für dieses System zur Ladungssicherung entscheidet, kann allerdings nur noch Kleingepäck im Kofferraum verstauen.

Ganz egal, für welches Fahrradträgersystem Sie sich aufgrund von Preis und Technik entscheiden, es gibt bei der Nutzung von solchen Systemen Grundsätzliches zu beachten:

Beachten Sie, dass…

…die Sicht nach hinten stark beeinträchtigt ist
…ein Abdecken der Räder Verbrauch & Geräuschpegel anhebt
…Zubehör wie Kindersitz oder Korb vorher abmontiert werden müssen
…die zulässige Achlast nicht überschritten werden darf
…sich das Kurven- u. Bremsverhalten des Autos ändert

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