Alle Infos zur Mitfahrgelegenheit

Die Bahn ist mal wieder unpünktlich oder hält in jedem kleinen Dorf an, das eigene Auto ist noch Zukunftsmusik oder der Geldbeutel soll geschont werden: Um von A nach B zu kommen – möglichst unkompliziert, preiswert und schnell – ist eine Mitfahrzentrale die optimale Anlaufstelle. Früher noch via Telefon und gebührenpflichtig durch besondere Einrichtungen geregelt, bietet das Internet heute, meist kostenlos, die passende Mitfahrgelegenheit für Jedermann. Jährlich nutzen rund 2 Millionen Mitfahrer und Fahrer die Angebote diverser Online-Mitfahrzentralen, aufgrund wachsender Sprit- und Bahnpreise ist die Tendenz steigend. In unserem Ratgeber klären wir über die gängigsten virtuellen Mitfahrzentralen wie mitfahrgelegenheit.de, blablacar.de oder drive2day.de auf und geben darüber hinaus einen Überblick über spezielle Anbieter.

Kundenmeinungen
Konnte auf der Seite hier ziemlich schnell mein Auto bewerten, nur ein paar Klicks und schon hatte ich den Wert. Der war auch ziemlich realistisch.
Axel H.
Viele Wege führen nach Rom, aber mit euch gings am schnellsten mit der Preisermittlung! Freue mich über meinen Verkaufserlös.
Franzi S.
Die Autobewertung war gut. Der Preis stimmte auch mit dem Angebot des Händlers überein. Hat also funktioniert.
Kim W.

Gründe für Mitfahrgelegenheiten

Mitfahrzentralen gibt es schon viele Jahrzehnte. Bereits in den 50er Jahren gab es in den größeren Städten Vermittlungsbüros, mit denen man Kontakt aufnehmen konnte und sich so Fahrer und Mitfahrer für die gleiche Route vermitteln lassen konnte. Solche stationären Büros gibt es auch noch heute, doch durch die Vielfalt an – vor allem kostenlosen – Angeboten im Internet haben diese immer weniger Zulauf. Die Motivation der Interessierten hat sich aber kaum verändert. In erster Linie wird dank Mitfahrgelegenheiten Geld gespart. Ob für Bus, Bahn oder Sprit: Gerade Studenten und Arbeitnehmer verzichten gerne auf mehr Fahrtkosten als nötig. Auch die Fahrer sparen durch die Kostenteilung. Doch nicht nur der finanzielle Aspekt macht diese Fortbewegungsmöglichkeit attraktiv. Insofern man nicht die ganze Zeit schweigt, lernt man außerdem andere Menschen kennen, wird gut unterhalten oder kann sogar einen neuen Freund finden. Spätestens, wenn sich mehrere Kollegen den Weg zur Arbeit teilen, hat auch die Umwelt etwas davon. Denn die Abgase von einem Auto sind besser als die von vier Fahrzeugen, zudem läuft der Verkehr fließender.

Und wo muss ich jetzt klicken?

Steht eine Reise an und wollen Fahrer hierfür Spritkosten sparen, können sie die Route samt Abfahrdatum, -ort und -zeit zusammen mit der Angabe des PKW-Typs, der freien Plätze und der Höhe der Kostenbeteiligung bei einer Mitfahrzentrale anmelden. Viele Anbieter für Mitfahrgelegenheiten decken die Kosten durch Werbeeinblendungen, andernfalls kann eine Vermittlungsgebühr fällig werden. Mitfahrer, die über diesen Weg zum Ziel kommen wollen, suchen in der Datenbank der jeweiligen Plattform anhand von Orts- und Datumseingabe ihren möglichen Fahrer und können diesen dann kontaktieren – per SMS, Email, Telefon, Skype, ICQ und Co. Zum vereinbarten Termin treffen sich beide Parteien. Die Bezahlung erfolgt in bar, nachdem das Ziel erreicht ist. Garantien gibt es allerdings keine. Häufig passiert es, dass Mitfahrer ohne Absage nicht erscheinen und die Fahrer umsonst warten. Unter Umständen können aber in diesem Fall Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden. Andersherum kann man sich den Fahrstil des Mitnehmers und den Zustand des Fahrzeugs nicht aussuchen.

Spezielle Mitfahrgelegenheiten

Inzwischen gibt es Mitfahrgelegenheiten für viele Vorlieben und auch für besondere Mitfahrer. Wem Zigarettenqualm im Auto zuwider ist, kann nach Nichtraucher-Fahrzeugen suchen, soll der Hund oder die Katze mit auf Reise gehen, gibt es auch hier spezielle Portale wie tiermitfahrt.de. Frauen, die nur weibliche Gesellschaft wünschen, können ebenso Mitfahrgelegenheiten nach diesem spezifischen Kriterium auswählen oder gleich direkte Anbieter wie frauenfahrgemeinschaft.de aufsuchen. Auch kurze Fahrten sind bei Mitfahrern beliebt: Wer sich das Geld für ein Taxi sparen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehrmaliges Umsteigen möchte, kann sich Fahrer auf get2club.de oder dienachtfahrer.de suchen, um zum Club, zur Party, zum Konzert oder nach Hause zurück zu kommen. Tramper kommen beim Verein „Abgefahren“ (abgefahren-ev.de) auf ihre Kosten. Der kostenlose Anbieter lockt nicht nur mit Mitfahrangeboten, sondern auch mit Infos und Projekten rund um die Trampkultur.

Die beliebtesten Mitfahrerzentralen

Wir haben vier virtuelle Mitfahrerzentralen unter die Lupe genommen. Das Portal mit dem größten Zulauf, mitfahrgelegenheit.de, hat seit der Einführung einer Gebühr für Fahrer in der ersten Jahreshälfte 2013 den Rücken für kostenlose Anbieter gestärkt, so für Seiten wie drive2day.de, blablacar.de oder bessermitfahren.de. Die vier Anbieter stellen wir Ihnen weiter unten auf der Seite vor.

Und die Alternative zu Mitfahrgelegenheiten?

Wer weite Strecken zurückzulegen hat und dabei nicht nur die hohen Kosten scheut, sondern auch gegenüber Mitfahrgelegenheiten skeptisch eingestellt ist, kann neuerdings auch das Angebot der Fernbusse, zum Beispiel auf meinfernbus.de, nutzen. Zwar nehmen die Fahrten mit den Bussen mehr Zeit in Anspruch, sind dafür aber kostengünstiger als Bahntickets und senken das Risiko, an unangenehme Fahrer oder Mitfahrer zu geraten. Die sozialen Anforderungen wie Smalltalk und Ähnliches sind durch die Anonymität einer Busfahrt ebenfalls stark eingeschränkt – für viele Leute ein Pluspunkt. Seit der Marktliberalisierung Anfang 2013 wächst die Zahl der Fahrgäste stetig und inzwischen konkurrieren bereits neun große Verbundsysteme miteinander. Doch um die Bahnwirtschaft nicht zu gefährden, wird der Fernverkehr reglementiert und zum Schutz des Nahverkehrs müssen die Haltestellen mindestens 50 Kilometer auseinander liegen.

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Bessermitfahren.de

Das Portal aus der deutschen Hauptstadt wurde aus Protest gegen die Gebühren von mitfahrgelegenheit.de gegründet und wirbt mit einer „Alternative zum Platzhirsch“. Bislang können rund 100.000 Angebote durchsucht werden – ohne Registrierung oder Gebühren. Diese Mitfahrzentrale richtet sich eben nicht nur an Autofahrer und -mitfahrer, sondern auch an Bahnreisende und kann dabei ohne viel Zusatzfunktionen und anderen Diensten mit unkomplizierter Bedienungen und Konzentration auf das Wesentliche punkten. Aufgrund der  Gemeinnützigkeit verzichtet das Unternehmen auf „kommerzielle Abzocke“ und Werbung.

Drive2day.de

Drive2day.de, dessen Hauptsitz sich in Wien befindet, besteht bereits seit 1998 und kann mit über 3,5 Millionen Angeboten und Gesuchen aufwarten – täglich kommen circa 5000 dank der Gebühreneinführung von mitfahrgelegenheit.de hinzu. Die Inserate auf diesem kostenlosen Portal erscheinen zusätzlich auf mitfahren.de und erhöhen somit ihre Reichweite. Die Fahrten von drive2day.de können zusätzlich über facebook.com gebucht werden und es werden nicht nur Autofahrten bedient, sondern auch Mitfahrer bei der Bahnreise. Tickets können so effektiv geteilt werden. Zudem wartet das Portal als eines der wenigen mit einer Kunden-Community auf. Nach Registrierung sind alle Service-Leistungen nutzbar.

Blablacar.de

Die Mitfahrzentrale blablacar.de kommt aus dem Nachbarland Frankreich und existiert erst seit Frühjahr 2013 in Deutschland, demnach ist das Angebot noch am Wachsen: Hier verteilen sich drei Millionen Nutzer auf neun europäische Länder. Bisher ist die Nutzung noch kostenfrei, damit möglichst viele Registrierungen gewonnen werden – die französische Mutterfirma erhebt allerdings Gebühren. Das Besondere an der Mitfahrgelegenheit durch blablacar.de ist, dass hier nicht nur rein pragmatisch gedacht, sondern die Fahrt zum angenehmen Erlebnis gemacht wird. Die Mitglieder können deshalb in ihrem Profil Informationen zu ihrem Beruf, ihren Interessen, ihrem Musikgeschmack und weiteren Vorlieben preisgeben.

Mitfahrgelegenheit.de

Der Marktführer mitfahrgelegenheit.de gehört zur carpooling.com GmbH München, die über 5 Millionen registrierte Nutzer haben. Die Seite bietet nicht nur die Plattform für Fahrer und Mitfahrer, sondern beinhaltet auch Sparangebote für Bus und Bahn, nützliche Apps für Smartphone-Besitzer und wirbt zudem mit einem kostenlosen Fahrtausfallschutz. Werden also Fahrten gebucht, der Fahrer erscheint aber nicht, kümmert sich das Unternehmen um  Ersatz, sofern die Mehrkosten unter 100 Euro liegen. Während Mitfahrer das Angebot dieser Mitfahrzentrale kostenlos nutzen, entstehen für Fahrer Gebühren. Für die erfolgreiche Vermittlung werden 11% pro 100 km und pro Mitfahrer in Rechnung gestellt.

 

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