Wann wird Reifen lagern relevant?

Spätestens mit dem Wechsel der Bereifung, ob auf Sommerreifen oder auf Winterreifen, werden Autobesitzer mit der Fragestellung konfrontiert, wie die gerade benutzten, aber derzeit nicht in Verwendung befindlichen Reifen gelagert werden müssen. Für viele Autobesitzer sind die Reifen ihres Wagens schlichtweg schwarz, rund und aus Gummi. Dabei wird oft vergessen, dass der Reifen ein elementares Bauteil im Bezug auf die Sicherheitstechnik am Auto darstellt. Dementsprechend sollte beim Reifen lagern mit großer Sorgfalt vorgegangen werden.

Zwei Mal jährlich oder spätestens nach acht Jahren bei normalem Gebrauch, so empfiehlt der ADAC, muss sich der Fahrzeughalter mit dem Reifen lagern beziehungsweise mit dem Austausch auseinandersetzen. Wer seinen Wagen im normalen Maß beansprucht, die Reifen jedoch falsch lagert, riskiert eine schnelle Alterung dieser. Was Sie tun müssen, wenn die Bereifung ihres Fahrzeugs ein hohes Reifen-Alter erreicht hat und ein Wechsel von Nöten ist sowie weitere Tipps zum Reifen lagern können Sie in unserem Ratgeber nachlesen.

Kundenmeinungen
Gott sei Dank habe ich noch eine kostenlose und gleichzeitig effiziente Autobewertung gefunden. Danke an die gratis-autobewertung!
Karin S.
Tolle Seite, tolles Tool und tolle Infos. Ich will das erste Mal mein Auto verkaufen und dank gratis-autobewertung.de weiß ich endlich was mit all den Begriffen wie Schwacke und Autobewertung wirklich etwas anzufangen.
Jessica W.
Ich finde den Rechner wirklich praktisch und genau. Hätte nicht gedacht, dass ein so genaues Ergebnis dabei rauskommt.
Lilly H.

Reifen lagern: Wie man Reifen richtig in die Ruhepause schickt

Experten raten, dass Kompletträder, also Reifen auf Felgen, möglichst mit erhöhtem Luftdruck, liegend und übereinander gelagert werden sollen. Noch besser ist die Lagerung mit Hilfe von so genannten „Felgenbäumen“ oder speziellen Wandhalterungen, an denen die Räder aufgehangen werden können. Reifen ohne Felgen hingegen sollten möglichst senkrecht auf einem trockenen Untergrund gelagert und ein paar mal im Jahr leicht gedreht werden. Haben die Reifen bereits ein hohes Alter erreicht, sollten diese nicht mehr eingelagert, sondern komplett ausgetauscht werden. Das Datum der Herstellung eines Reifens steht auf seiner Flanke, eine vierstellige Zahl hinter der Markierung „DOT“ (Department of Transport). Die beiden vorderen Ziffern stehen für die Produktionswoche, die beiden hinteren für das Jahr. Ist der Reifen beispielsweise mit „1413“ gekennzeichnet, wurden diesen in der 14. Woche des Jahres 2013 produziert.

Viele Autofahrer glauben, dass Reifen lagern eine relativ unkomplizierte Angelegenheit ist und man dabei nicht viel beachten muss. Doch dies ist ein Irrtum, denn Experten stellen bei Autobesitzern vermehrt Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Einlagerung von Reifen fest. Denn eine falsche Lagerung, selbst bei wenigen Monaten und innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne, können Beschädigungen der Reifen verursachen und damit ist die Teilnahme im Straßenverkehr nicht mehr gewährleistet. Selbst, wenn Autobesitzer ihre Reifen bei speziellen Autohäusern oder Werkstätten einlagern, ist nicht immer garantiert, dass die Räder eine geeignete Lagerung erhalten haben. Informieren Sie sich daher vorab genau, wie das Reifen lagern optimal bewerkstelligt wird und schauen Sie zum Beispiel im Internet nach entsprechenden Formularen zur Einlagerung von Reifen. Diese Formulare können von Ihnen unkompliziert heruntergeladen und mit den Einzelheiten des eingelagerten Reifens, wie Hersteller, Modellbezeichnung, Größe usw. versehen werden. Mit dieser Hilfestellung werden Verwechslungen ausgeschlossen und können gleichzeitig in Lagerungssammelstellen von Autohäusern nicht verloren gehen.

Reifenwechsel bei hohem Reifen-Alter & Abnutzungserscheinungen

Das Reifen-Alter steht im direkten Zusammenhang mit den Abnutzungserscheinungen der Reifen. Selbstverständlich ist es so, dass je älter ein Pneu ist, um so poröser werden sie. Zudem nutzt sich im Laufe der Zeit die rillenförmige Oberfläche des Reifens ab und die Profiltiefe verringert sich automatisch. Um der starken Abnutzung möglichst vorzubeugen, empfehlen Autoexperten, je nach Art des Reifens und entsprechend der Fahrweise etwa alle 10.000 Kilometer die Bereifung achsweise zu tauschen. Das heißt, das vordere rechte Rad sollte mit dem hinteren, rechten Rad getauscht werden, ebenso bei der linken Bereifung. Diese Maßnahme beugt Verschleißformen wie die typische „Sägezahnbildung“ vor und schont die Reifen – insbesondere dann, wenn bereits ein hohes Reifen-Alter erreicht wurde. Um eine bestmögliche Sicherheit in Bezug auf die Reifen zu gewährleisten, ist eine mehrmalige, gründliche Überprüfung unumgänglich. Hierfür untersuchen Sie Ihre Reifen und Felgen am besten in regelmäßigen Abständen auf Beschädigungen und Fremdkörper im Profil. Zeigen sich zum Beispiel an der Reifenflanke Beulen, so deutet dies auf eine erhebliche Beschädigung der Karkasse hin und der Reifen muss dann unverzüglich ausgetauscht werden, da ansonsten erhöhte Unfallgefahr besteht.

Bevor man sich demnach Gedanken über das richtige Reifen lagern macht, ist der Wechsel der Bereifung auch ein guter Zeitpunkt, um die Profiltiefe der Räder zu messen. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Restprofil von mindestens 1,6 mm, alles was darunter liegt, muss sofort ausgewechselt werden. Experten empfehlen sogar einen Austausch vorzunehmen, wenn die Profiltiefe bei Sommerrädern bei drei Millimetern und bei Winterreifen bei vier Millimeter liegt. Testen Sie ganz einfach, ob der goldene Rand einer Ein-Euro-Münze weiterhin vollständig im Profil verschwindet. Ist das nicht der Fall, sollten die Reifen zur nächsten Saison getauscht werden. Für die Einlagerung der Räder empfehlen Experten folgendes: Markieren Sie die Räder vor dem Abmontieren mit Wachskreide auf der entsprechenden Lauffläche mit den Bezeichnungen „VR“ für vorne rechts und „HL“ für hinten links. Diese wird nach dem erneuten Einsatz langsam abgetragen und kann während der Lagerung Unklarheiten der Zuordnung verhindern. Ein weiterer Tipp beim korrekten Reifen lagern ist vor der eigentlichen Einlagerung den Luftdruck zu überprüfen und an der Tankstelle um 0,5 bar gegenüber der Vorgabe des Herstellers zu erhöhen. Hintergrund dieses Vorgehens: auch wenn Reifen nicht in Verwendung sind, verlieren sie mit der Zeit kontinuierlich an Druck.

 

Ideale Umgebungsbedingungen für Reifen

Reifen sollten während ihres Nichtgebrauchs stets kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Sie sollten idealerweise nicht mit Öl, Fett,Lösungsmitteln oder anderen Chemikalien in Kontakt kommen und auch nicht unmittelbar in der Nähe von Lichtquellen, wie Fenstern aufbewahrt werden. Ideal sind abgedunkelte Garagen oder Keller, wo auch die Möglichkeit besteht, eine Wandhalterung zu montieren. Wer derartige Einlagerungsstandorte nicht zur Verfügung hat, kann auf Autowerkstätten und Reifendienste zurückgreifen. Gegen eine Gebühr bieten diese die Einlagerung von Reifen und Felgen ganzjährig an und beachten in der Regel die Faktoren, die für das richtige Reifen lagern notwendig sind. Somit ist dies eine geeignete Alternative für alle Autobesitzer, die keinen passenden Lagerungsort haben.

Voraussetzungen zum richtigen Reifen lagern

Wer einen hohen Verschleiß während der Reifenlagerung vermeiden möchte, sollte die Reifen gründlich säubern bevor sie in die Pause geschickt werden. Vor allem Winterreifen, die in der Regel mit einer Menge Dreck auf den winterlichen Straßen in Berührung kommen, sollten vor der Einlagerung ausgiebig geputzt werden. Sind die Pneus erst einmal vom Dreck befreit, empfehlen wir eine ausführliche Untersuchung auf Schäden. Lauffläche, Seitenwände und Felge sollten ganz genau unter die Lupe genommen werden. Kleine Steinchen oder auch andere Fremdkörper sollten unbedingt aus dem Profil entfernt werden. Hat der Reifen Risse oder ist er porös? Dann sollten diese nicht mehr eingelagert sondern direkt ausgetauscht werden. Sind die Reifen gut auf die Einlagerung vorbereitet worden und stimmen die Lagerungsbedingungen, sichert das eine lange Lebensdauer.

4.93/5 | 15 Votes