Wann muss ich mit Sommerreifen fahren?

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Vier Jahreszeiten, doch nur Winter- und Sommerreifen? Wie geht das? Unter Autobesitzern ist die Faustregel „von O bis O“ geläufig, das heißt, dass von Ostern bis Oktober mit Sommerreifen gefahren werden sollte. Der Gesetzgeber kennt zwar keinen Stichtag zum Reifenwechseln, regelt den Einsatz der vier Räder aber eindeutig in der Straßenverkehrsordnung mit der sogenannten Winterreifenpflicht. Dort heißt es, dass unter anderem bei Glatteis, Schneematsch oder Eis eine Bereifung mit M+S Reifen vonnöten ist (§ 2 Abs. 3a StVO). Im Umkehrschluss können Fahrzeuge mit Sommerreifen dann fahren, wenn es das Wetter zulässt und keine Gefahr durch Glätte besteht. Da das Wetter in Deutschland innerhalb der gemäßigten Klimazone im Sommer und Winter jährlich in etwa gleich bleibt, folgen die meisten Autofahrer dem Leitsatz, von Ostern bis Oktober mit Sommerreifen zu fahren und sind damit grundsätzlich auf der sicheren Seite.

Kundenmeinungen
Ein Bekannter bot mir 350 Euro für meinen alten Opel...zum Glück weiß ich jetzt, dass er knapp 1000 wert ist.
Jacqueline K.
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Franzi S.
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Hanna H.

Sommerreifen: Eigenschaften und Material

Zur Herstellung jedes Autoreifens wird Kautschuk verwendet, der seit 1909 auch künstlich hergestellt wird. Heutzutage ist das Gummi von Sommerreifen ebenso wie von allen anderen Reifen ein Gemisch aus Naturkautschuk und Synthesekautschuk und macht etwa 40 Prozent eines jeden Reifens aus. Eine Gummimischung für Sommerreifen enthält weniger Kautschuk, damit der Pneu bei hohen Temperaturen nicht weich wird. Demnach verhält sich das Gummi eines Sommerreifens bei tiefen Temperaturen anders als das eines Winterreifens und verhärtet bei Schnee und Kälte, was dazu führt, dass die Reifen an Haftfähigkeit (Grip) verlieren. Das wiederum führt zu Problemen beim Bremsvorgang, der Seitenführung und erzeugt ein schlechteres Lenkverhalten. Neben dem Kautschuk werden bei der Herstellung von Sommerreifen außerdem Materialien wie unter anderem Stahl, Nylon, Ruß, Kohlenstoff, Öle sowie Harze verwendet. Für den Prozess der Vulkanisierung, der von James Goodyear erfunden wurde und dazu dient, den Reifen elastischer zu machen, werden zudem Chemikalien wie Schwefel und Zinkoxid verarbeitet.

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Sommerreifen ist die Profiltiefe. Diese sollte mindestens 1,6 mm aufweisen. Wird dieser Wert unterschritten, besteht Gefahr. Fährt ein Auto mit abgenutzten Sommerreifen, können diese ihrem Zweck nicht mehr entsprechen und verlieren bei einer großen Menge an Wasser auf der Fahrbahn den Halt und es kommt zum sogenannten Aquaplaning. Ist der Reifen abgefahren, greift der Wischkanteneffekt nicht mehr. Dieser sorgt dafür, dass das Wasser durch das Reifenprofil hindurch läuft und somit auch bei Regen eine gute Bodenhaftung gewährt. Das Reifenprofil sollte also regelmäßig überprüft werden, ansonsten könnten hohe Kosten anfallen: Der Bußgeldkatalog sieht für eine unzureichende Profiltiefe 350 Euro Strafe und drei Punkte in Flensburg vor.

Wenn Sommerreifen überwintern…

Im Oktober sollte der Sommerreifen durch den Winterreifen ersetzt werden. Idealerweise sollte die Lagerung kühl, trocken, dunkel und nicht zu stark belüftet erfolgen. Dafür bieten sich zum einen Keller oder Garagen und zum anderen die Einlagerung in einem KFZ-Betrieb an. Wer seine Reifen professionell wechseln lässt, kann sie anschließend gleich für eine geringe Lagerungsgebühr dort lassen. Vor dem Einlagern, ob privat oder in einer Werkstatt, sollten die Räder auf Profil und Zustand. gecheckt werden. Der Luftdruck sollte vor der Lagerung um etwa 0,5 bar über den vorgegebenen Herstellerangaben liegen, weil ein Reifen auch dann an Druck verliert, wenn er nicht benutzt wird. Sommerreifen sollten übereinander liegend gestapelt werden. Als Alternative haben sich auch sogenannte „Felgenbäumen“ oder Wandhalterungen für Reifen bewährt.

Wo bekomme ich einen Sommer Reifen Test?

Die Auswahl an Sommerreifen ist enorm. Verschiedene Hersteller, darunter bekannte wie Goodyear, Bridgestone, Michelin, Pirelli und Firestone, konkurrieren täglich um das Monopol der Reifenherstellung. Dass es für den Verbraucher schwierig ist, bei der Vielzahl an Reifen durchzusehen, ist daher nicht verwunderlich. Autofahrer haben die Qual der Wahl, wenn es um die richtigen Sommerreifen für ihren PKW geht. Informieren Sie sich daher beispielsweise beim ADAC Sommer Reifen Test oder der Stiftung Warentest über die besten Räder, wenn es in den Sommermonaten wieder heiß her geht.

Zum Schluss bleibt nur noch darauf hinzuweisen, dass jeder Reifen nach spätestens acht Jahren ausgedient hat. Nach dieser Zeit verändert sich die Gummimischung und wird porös. Wer das erhöhte Sicherheitsrisiko umgehen will, besorgt sich nach dieser Zeit einen neuen Satz Reifen.

 

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