Trampen: Kostengünstig per Anhalter fahren

In Zeiten von günstigen Fernbussen, Billigfliegern und Mitfahrzentralen hat Trampen an Attraktivität verloren. Doch noch immer gibt es leidenschaftliche Anhalter, für die das Trampen nicht nur eine Fortbewegungsmöglichkeit, sondern darüber hinaus auch ein Hobby ist. Umweltfreundlich und völlig gratis gelangen Tramper von A nach B. Geschätzt wird beim Trampen vor allem auch die soziale Komponente. Verschiedenste Altersgruppen oder soziale Schichten finden durch das Anhalter-Prinzip zueinander. Ob ein 70-Jähriger Opa, eine Geschäftsreisende oder ein junger Fahranfänger – beim Trampen kommt man mit Menschen in Kontakt, mit denen man in anderen Situationen weniger interagieren würde. Besonders Alleinreisende freuen sich über die Gesellschaft von Anhaltern, welche durch einen nach oben gestreckten Daumen signalisieren, dass sie mitgenommen werden wollen. Dieses Zeichen ist auch international beim Trampen bekannt.

Vor allem im 20. Jahrhundert erfreute sich das Trampen großer Beliebtheit, es galt als billige Option, um von einer Stadt in die nächste zu gelangen. Gar Urlaubsreisen wurden per Anhalter absolviert. Besonders beliebt war Trampen in der DDR. In den 1960er und 1970er Jahren fuhren weniger Fahrzeuge auf deutschen Straßen, sodass der Bedarf an Mitfahrgelegenheiten höher war. Deutschlandweit ging die Anzahl an Anhaltern aber mit Beginn der 1990er Jahre zurück – zum einen, weil sich immer mehr Haushalte Fahrzeuge leisten konnten, zum anderen, weil die Angst vor Überfällen ständig stieg. Doch welches Risiko hat man beim Trampen wirklich? Wer sich als Anhalter fortbewegen will, sollte seine Menschenkenntnis schulen und ein Gespür dafür entwickeln, wo sich das Einsteigen lohnt und wann man besser auf das nächste Auto wartet. Eine Faustformel für sicheres Trampen gibt es nicht, dennoch sollten einige Tipps & Tricks sowohl als Anhalter aber auch als Fahrer beherzigt werden.

Kundenmeinungen
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Tipps & Tricks rund ums Trampen

Ob als Fahrer oder Anhalter, in beiden Fällen gibt es beim Trampen gewisse Regeln, die beachtet werden sollten, um ein mögliches Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. In jedem Fall sollte nicht nur auf eigene Menschenkenntnis vertraut werden, da der erste Eindruck selbst bei großer Selbstsicherheit trügen kann. Für den Fahrer bildet sich eine Menge Vertrauen auf, wenn er sich den vollständigen Namen des Trampers geben lässt und dieser durch die Vorlage des Personalausweises bestätigt wird. Zur weiteren Absicherung könnten Ausweisdaten des Trampers an Freunde oder Familie verschickt und ein Telefonat nach der Ankunft vereinbart werden. Erfolgt dieses nicht, haben die Bekannten die Möglichkeit, sämtliche Daten des Trampers an die Polizei weiterzuleiten. Trotzdem steht der Spaß und das „Neue-Leute-Kennenlernen“ im Vordergrund beim Trampen und sollte nicht durch zu viel Angst getrübt werden.

Tipp 1:
Es lohnt sich, zur Orientierung beim Trampen immer einen Straßenatlas dabei zu haben. Zwar haben schon viele Autos eingebaute Navigationssysteme und Smartphones sind mit diversen Kartenapps ausgestattet, doch kann selbst modernste Technik jederzeit versagen. Besonders dann, wenn man als Anhalter unterwegs ist und seinen Handyakku nicht ständig aufladen kann, sollte der Atlas immer zur Hand sein.
Tipp 2:
Es reicht oft nicht aus, beim Trampen einfach nur den Daumen als Signal nach oben zu halten – um einen größeren Erfolg zu erzielen und schneller mitgenommen zu werden, ist ein Schild mit der Aufschrift des Ziels hilfreich. Ob Hamburg, München oder Dresden – auf diese Weise weiß der Fahrer gleich, wohin die Reise gehen soll und kann schon im Auto überlegen, ob sich die Mitnahme lohnt. Eine weibliche Begleitung hilft auch dabei, schneller an sein Ziel zu kommen.
Tipp 3:
Entscheidet sich der Fahrer dazu, das Trampen zu unterstützen und will den Anhalter mitnehmen, sollte er seine Bereitschaft mittels Lichthupe signalisieren. Anschließend den Blinker setzen, langsam rechts an den Rand fahren – gegebenenfalls sollte auch die Warnblinkanlage aktiviert werden, um keine Gefahr für andere Fahrer darzustellen. Abruptes Bremsen gefährdet nur den nachfolgenden Verkehr. Das Lichtsignal hilft dem Tramper außerdem dabei, sich mit seinen Sachen schnell bereit zu machen.
Tipp 4:
Will man von einer Stadt zur nächsten trampen, sollte man sich nicht im Stadtzentrum positionieren, um mitgenommen zu werden, sondern besser an einer gut einsehbaren Stelle am Stadtrand. Ideal ist es, wenn man sich als Anhalter schon direkt an den Autobahnzubringer stellt, der zur Autobahn führt, auf die man mitgenommen werden möchte. Um Trampen zu erleichtern, haben einige Webseiten wie hitchbase.com günstig gelegene Plätze in Deutschland oder anderen Ländern zusammengetragen.
Tipp 5:
Endet das Trampen auf der Autobahn, weil der Fahrer an der nächsten Ausfahrt abfährt, sollten sich Anhalter am besten an viel befahrenen Raststätten absetzen lassen. Von hier aus ist die nächste Mitfahrgelegenheit am einfachsten zu organisieren, weil potentielle Fahrer direkt angesprochen werden können.

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Wie ist die rechtliche Seite beim Trampen?

Im deutschen Gesetz wird nicht explizit auf Trampen oder Anhalter eingegangen. Es ist demnach weder verboten per Anhalter zu reisen, noch einen Tramper mitzunehmen. Wichtig ist, die rechtliche Situation für Fußgänger zu kennen, weil man als Tramper ohne Auto immer Fußgänger ist. Autobahnen dürfen nach §18 (9) StVO nicht betreten werden. Zwar sind Raststätten Teile der Autobahnen, hierfür gelten allerdings Sonderregelungen. Innerhalb geschlossener Ortschaften ist es möglich, auf der Fahrbahn zu laufen, insofern keine Gehwege vorhanden sind (vgl. §25 (1) StVO).

 

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