Verhalten beim Unfall

Niemand rechnet damit, aber fast jeder ist schon einmal in seinem Leben in einen Unfall verwickelt gewesen. Auch wenn Autofahrer defensiv fahren und jedem Risiko aus dem Weg gehen, müssen sie dennoch wissen, was zu tun ist, wenn es zu einem Unfall kommt. Das richtige Unfallverhalten ist nicht nur bei einem Personenschaden ausschlaggebend – auch Sachschäden oder Zusammenstöße mit Wild erfordern eine reflektierte und umfassende Handlungsweise.

Unfall mit Personenschaden

Die schlimmste Art von Unfall ist der mit Personenschaden. Das richtige Unfallverhalten zeichnet sich hier durch eine rasche und gut überlegte Handlung aus, da teilweise Leben gerettet werden müssen. Kommt es zu einem Zusammenstoß, gilt es hier besonders, einen klaren Kopf zu wahren. Um weiteren Verletzten vorzubeugen, muss als erstes angehalten und die Unfallstelle gesichert werden – ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort kann Geld- und Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren mit sich bringen. Nachdem der PKW steht, ist die Warnblinkanlage anzuschalten, idealerweise die sich im Innenraum befindliche Warnweste anzuziehen und das Warndreieck gut sichtbar im ausreichenden Abstand zum Straßenrand in etwa 100 Metern Entfernung aufzustellen.

Wurde geprüft, ob Personen zu Schaden gekommen sind, muss Erste Hilfe geleistet und anschließend der Rettungsdienst über den Unfall benachrichtigt werden. Hierbei sollten sich Autofahrer an den bekannten W-Fragen orientieren und erklären, Wo Was passiert ist, Wie viele Personen auf Welche Art und Weise verletzt sind und Wer den Unfall meldet – das richtige Unfallverhalten bezieht hier ebenso das Abwarten der Rückfragen mit ein. Die Polizei sollte nun ebenfalls angerufen werden, damit die Sachlage detailliert erfasst werden kann und die Daten aller Beteiligten aufgenommen werden. Lose, kleine Fahrzeugteile müssen eigenständig – unter großer Vorsicht – von der Fahrbahn schnellstmöglich entfernt werden.

  1. Warnblinkanlage anschalten
  2. Warnweste anziehen
  3. Warndreieck aufstellen
  4. Personenschaden prüfen
  5. Rettungsdienst informieren
  6. Polizei anrufen
  7. Fahrzeugteile von der Straße entfernen

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Unfall mit Sachschaden

Bei einem Unfall mit Sachschaden und ohne verletzte Personen sind zwei Arten zu unterscheiden. Zum einen kann der Zusammenstoß im laufenden Verkehr passiert sein und alle beteiligten Fahrzeugbesitzer sind vor Ort. Zum anderen kann der Unfall passiert sein, als der Halter des anderen Wagens sich gerade nicht im Auto befand, zum Beispiel auf einem Parkplatz. In beiden Fällen gilt auch hier wieder: Auf keinen Fall den Unfallort verlassen! Je nach Stärke der Kollision können nachfolgende PKW-Fahrer durch ein Warndreieck informiert werden, in manchen Fällen reicht es auch, die beschädigten Fahrzeuge und mögliche Teile von der Fahrbahn zu schaffen.

Ist der Unfallgegner anwesend, sollte der Schaden gemeinsam begutachtet und zusammen mit dem Unfallhergang schriftlich festgehalten werden. Die Polizei muss nur dann verständigt werden, wenn es sich um einen hohen Schaden (über 500 Euro) handelt, die Schuldfrage ungeklärt bleibt, mehrere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt sind oder sich der Gegner vom Unfallort entfernt. Andernfalls sind die Kontaktdaten aller Beteiligten auszutauschen und Fotos von den PKWs zu machen.

  1. Warnblinkanlage einschalten
  2. Warnweste anziehen
  3. ggf. Warndreieck aufstellen, Fahrbahn räumen
  4. ggf. Polizei informieren
  5. Schaden und Hergang aufzeichnen
  6. Kontaktdaten tauschen

Wenn der Unfall passiert ist, ohne dass der Gegner in der Nähe war, darf auch hier nicht einfach weitergefahren werden. In der Regel sollte rund eine halbe Stunde am Ort auf den Fahrzeughalter gewartet werden, erst danach ist ein Verlassen erlaubt – allerdings nur, wenn man seine Kontaktdaten auf einem Zettel am beschädigten Auto zurücklässt. Bei größeren Schäden gilt hier ebenfalls: Polizei benachrichtigen.


Verhalten beim Zusammenstoß mit Tieren

Gerade im Frühling und im Herbst sind die meisten Zusammenstöße mit Wild zu verzeichnen. Kommt es zu einem Unfall, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es ein Reh getroffen hat – statistisch gesehen ist es das häufigste Unfalltier auf deutschen Straßen. Liegt das Wild nach dem Unfall noch auf der Straße, darf der Autohalter es mit Handschuhen von der Fahrbahn entfernen und in sicherer Position an den Straßenrand befördern, jedoch unter keinen Umständen mitnehmen. Die Polizei ist unmittelbar nach der Kollision zu verständigen, diese übernimmt auch die Benachrichtigung des zuständigen Forstamtes. Wenn sie anwesend ist, wird der genaue Unfallhergang aufgezeichnet und Bilder vom Schaden und vom Wild gemacht, insofern es nicht nur angefahren und weggerannt ist.

  1. Warnblinkanlage einschalten
  2. Warnweste anziehen
  3. Warndreieck aufstellen
  4. Tier ggf. mit Handschuhen von der Straße ziehen
  5. Polizei verständigen

Richtiges Unfallverhalten: Schadensmeldung

Ganz gleich, ob es sich um einen Unfall mit Personenschaden, einen leichten Zusammenstoß mit einem anderen PKW oder eine Kollision mit einem Tier handelt: Die Versicherung sollte in jedem Fall so schnell wie möglich verständigt werden, wenn der Fahrzeughalter den Schaden, weil er so gering ausfällt, nicht selbst reparieren lässt. Die Fristen der Versicherungsmeldung bei einem Unfall unterscheiden sich nach der Art: Wenn es Schwerverletzte oder Tote gab, muss die Versicherung innerhalb von 24 Stunden benachrichtigt werden, andernfalls hat man eine Woche Zeit. Trägt der Gegner die alleinige Schuld, müssen sich Autobesitzer an dessen Haftpflichtversicherung wenden.

Bei einem Wildschaden werden die Kosten bei einer Vollkasko- und den meisten Teilkaskoversicherung übernommen. Hier entscheiden die Versicherungsbedingungen, wie viel vom Schaden übernommen wird und was Sie nachweisen müssen.

 

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