TÜV Autobewertung neben HU und AU

Der TÜV ist jedem Besitzer eines Pkw ein Begriff. Der Technische Überwachungsverein führt unter anderem Sicherheitskontrollen durch, welche durch staatliche Gesetze eingefordert werden. Die bekannteste dieser Kontrollen stellt die Hauptuntersuchung dar – umgangssprachlich auch häufig einfach nur „TÜV“ genannt. In Deutschland ist der Technische Überwachungsverein in drei große Dachgesellschaften unterteilt, aufgegliedert in TÜV Nord, TÜV Süd und TÜV Rheinland. Des Weiteren gibt es in Thüringen aber auch im Saarland Organisationen, die unabhängig von den Konzernen fungieren. Sie alle nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr, die sie mit hoheitlichem Anspruch vollziehen. Dazu zählen unter anderem KFZ-Überwachung, Kontrolle von Führerscheinstellen, TÜV Autobewertung, sowie Geräte- und Produktsicherheit.

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Geschichte & Aufbau der TÜV Organisationen

Die unterschiedlichen Organisationen des TÜV sind historisch gewachsen. Seinen Ursprung hat der TÜV im 19 Jahrhundert – im Zeitalter der Industrialisierung in Deutschland. Es gründeten sich verstärkt Überwachungsorganisationen in Form von Vereinen. Das zunehmende Aufkommen von Dampfmaschinen führte verstärkt zu Dampfkesselunfällen. In der Folge entstanden „Dampfkessel-Überwachungs-und Revisions-Vereine“ (DÜV), welche durch ihren Erfolg bei der Unfallverhütung mit der wiederkehrenden Prüfung von Dampffahrzeugen und mit der Führerscheinprüfung beauftragt wurden. Bis zum Jahr 1871 war der Erfolg dieser Gruppierung so groß, dass eine Mitgliedschaft des Dampfkesselunternehmens in einem dieser Vereine zu einer Befreiung von Kontrollen durch einen staatlichen Inspekteur führte.

Lange Zeit hatten Organisationen des TÜV eine Monopolstellung auf die Prüfung von Autos und Lastwagen inne. Diese wurde aber in den 1990er Jahren aufgehoben. Alle Gesellschaften des TÜV gehören zu mindestens 25,1 Prozent einem technischen Überwachungsverein e.V. an. Dieser wird als Selbsthilfe-Organisation der Deutschen Wirtschaft geführt und mit den bereits erwähnten staatlichen Privilegien (Sicherheitskontrolle, Kontrolle des Fahrerlaubniswesens, u.a.) beliehen. In den 2000er Jahren gab es verschiedene Fusionsbemühungen der einzelnen Organisationen. Die Bestrebungen von TÜV Nord und Süd führten 2007 jedoch nicht zum Erfolg. Eine Fusion zwischen TÜV Süd und der Repräsentanz im Rheinland wurde vom Kartellamt unterbunden.

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Wie funktioniert der TÜV?

Eine Hauptuntersuchung bei einer TÜV Prüfstelle muss bei einem PKW mit Erstzulassung 36 Monate darauf und ab der zweiten Hauptuntersuchung 24 Monate darauf durchgeführt werden. Als Faustregel gilt, dass diese jeweils etwa 100 Euro kostet. Das dabei ausgestellte sogenannte TÜV Siegel, ist umgangssprachlich auch als „TÜV-geprüft“ bekannt. Diese Bezeichnung darf jedoch nur von den TÜV Unternehmen ausgestellt werden. Ebenfalls zur Umgangssprache gehört: „Ich bringe mein Auto zum TÜV.“ Obwohl Hauptuntersuchungen auch von anderen Organisationen wie der Dekra, GTÜ oder KÜS durchgeführt werden, ist dieser Satz als geflügeltes Wort im deutschen Sprachgebrauch erhalten geblieben.

Seit dem Jahr 2008 bieten TÜV Süd und Nord auch TÜV Autobewertungen über DAT Liste an. DAT steht für die Deutsche Automobil Treuhand GmbH und stellt mit ihrer Gründung im Jahr 1931 das älteste noch bestehende Portal für Bewertungen von PKWs dar. Dies funktioniert durch einen statistischen Abgleich aus einer Datenbank, in der sämtliche vorhandenen Daten von Fahrzeugen gesammelt und aufbereitet werden. Es ist aber auch möglich ein Gebrauchtwagen-Zertifikat vom TÜV Süd und Nord mittels einer persönlichen Gebrauchtwagenbewertung zu erhalten. Im Norden kostet das 89 Euro (in Verbindung mit einer Hauptuntersuchung nur 49,90 Euro) und beim TÜV Süd 67,90 Euro (bei einer Hauptuntersuchung 56,30 Euro). Ein Wertgutachten beim TÜV Rheinland kostet an einer Service Station 125,00 Euro und am Standort des Fahrzeugs 150,00 Euro. (Stand Juli 2014) Eine Zertifizierung über den Autowert verschafft Sicherheit beim Autoverkauf.

Alternativen zur TÜV

Ein Versäumnis der Hauptuntersuchung beim TÜV wird je nach Länge der Überschreitung mit unterschiedlich hohen Bußgeldern und ab dem 4. Monat auch mit Punkten in Flensburg geahndet. Es gibt aber auch Alternativen zur Hauptuntersuchung des TÜV. Der bekannteste Vertreter ist die Dekra e.V., was für den Deutschen Kraftfahrzeug Überwachungsverein steht. Des Weiteren gibt es noch die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) und Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.(KÜS). Preislich muss im Einzelfall verglichen werden, was die günstigste Variante ist. Eine Hauptuntersuchung, die ohne Auspuffuntersuchung durchgeführt wird, ist jedoch in allen Fällen preiswerter.

Welches Bußgeld wird beim Überschreiten des TÜV fälig?

  • Überschreitung bis zu 2 Monate: 15 Euro
  • Überschreitung von 2 bis zu 4 Monate: 25 Euro
  • Überschreitung von 4 bis zu 8 Monate: 60 Euro + 1 Punkt
  • TÜV-Termin wurde mehr als 8 Monate überschritten: 75 Euro + 1 Punkt

Quelle: KBA

 

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