Schwacke Liste – Kostenlos Alternativen finden

Nahezu jeder Autobesitzer kennt die Schwacke Liste oder hat schon einmal von der berühmten Schätzmöglichkeit gehört. Vor jedem Autoverkauf sollte eine Wertermittlung nach Liste erfolgen – ob Schwacke Liste oder andere Option, spielt keine Rolle. Es gilt: Umso höher der Neuwagenpreis, umso größer ist der Wertverlust. Die bekannteste Möglichkeit, um den Wert vom Fahrzeug zu ermitteln, ist die berühmte Schwacke Liste. Für Händler sowie private Autobesitzer ist die Schwacke Liste kostenlos nicht erhältlich, denn für jede professionelle Fahrzeugbewertung mit der Schwacke Liste erhebt die EurotaxSchwacke GmbH eine Gebühr von 7,90 € (Stand 02.07.2014). Dennoch profitieren private Autofahrer von einer professionellen und schnellen Fahrzeugbewertung mit der Schwacke Liste, die sie auch elektronisch im PDF-Format zur Verfügung gestellt bekommen. Die Schwacke Liste kostenlos zu erhalten ist unter normalen Umständen nicht möglich, doch häufig wird diese Form der Fahrzeugbewertung von Versicherungen oder anderen Unternehmen genutzt. Wer eine gratis Analyse sucht, um den Durchschnittspreis für seinen Gebrauchtwagen in Erfahrung zu bringen, kann auf kostenlose Schwacke Liste Alternativen zurückzugreifen.

Schwacke Liste: Der Ursprung

Schwacke, EurotaxSchwacke GmbH oder EurotaxGlass’s International AG? Viele Namen verbergen sich hinter dem Konzept der Schwacke Liste. 1933 gründete William Glass in Großbritannien die Firma Glass´s und begann, umfassend Aufzeichnungen von Daten des KFZ-Marktes anzufertigen.

In Deutschland hat die Schwacke Liste ihren Ursprung in den 50er Jahren. Ein US-Soldat hat den Frankfurter Autohändler Hanns W. Schwacke vor über sechzig Jahren auf eine Idee gebracht, nach welcher sich heute zahlreiche Unternehmer und Verbraucher richten. Der in Deutschland Stationierte wollte in den 50ern seinen gebrauchten Chevrolet bei dem Autohändler Hanns W. Schwacke in Zahlung geben. Weil diese Marke hierzulande selten war, griff der Amerikaner zur Preisermittlung auf das sogenannte Blue Book der US-Autohändler zurück – der Grundstein für die Idee war gelegt. Nach diesem Ereignis fühlte sich der Händler inspiriert und entschloss, eine Datensammlung für den Deutschen Gebrauchtwagenmarkt in einer Liste anzulegen: die Schwackeliste war geboren. 1957 erschien die erste Schwacke Liste auf einer einzigen Seite mit knapp 40 Modellen.

Vier Jahre später publizierte Helmuth H. Lederer in Österreich als Pionier der Eurotax zum ersten Mal Preisnachrichten für Gebrauchtwagen, nachdem er von Autoverkäufern und -händlern eine immense Nachfrage wahrgenommen hatte.

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Im Jahr 1971 schlossen sich die Betreiber der deutschen Schwacke Liste und die österreichische Eurotax zusammen. In den Jahren danach erfuhr das System eine Ausweitung auf weitere Länder. Ab diesem Zeitpunkt führte das Unternehmen den Namen “Eurotax”, um gemeinsam auf dem Markt aufzutreten. Die Fusionierung mit der britischen Firma Glass´s erfolgte im Jahr 2000 – fortan trägt das internationale Unternehmen den Namen EurotaxGlass’s International AG und arbeitet momentan in 31 Ländern. Es besitzt Informationen über ca. 360.000 alter sowie neuer Fahrzeuge. Die Palette der Schwacke Liste reicht von Auto über Mofa bis zur Baumaschine und umfasst über 1000 Hersteller. In Deutschland ist das Produkt weiterhin als Schwacke Liste bekannt, in anderen Ländern eher als blaue oder gelbe Eurotax Liste. Das französische Pendant ist die “Argus-Liste”, in den USA hört sie auf den Namen “Kelley Blue Book”

Häufigste Neuzulassungen 2013

  1. VW Golf
  2. VW Passat
  3. BMW 3er
  4. VW Polo
  5. Audi A3
  6. VW Tiguan
  7. BMW 1er
  8. Mercedes C-Klasse
  9. Opel Astra
  10. Opel Corsa

Quelle: KBA

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So funktioniert die Schwackeliste

Eine valide Datenbasis hat Schwacke sich über Jahre hinweg erarbeitet. Informationen aus dem gesamten Fahrzeugmarkt laufen bei dem Unternehmen ein, um immer genauere und aktuellere Daten zum Auto zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Schätzliste umfasst zur Zeit über 3000 Modelle mit Sonderausstattung und kann hierfür einen Schätzwert ausgeben. Wer sein eigenes Fahrzeug bewerten lassen will, muss bei der Schwacke Liste zunächst Monat und Jahr der Erstzulassung, Marke, Modell, Kraftstoff, Türen und Kilometerstand eintragen. Im zweiten Schritt werden Sonderausstattungen wie zum Beispiel Metallic-Lackierung, Navigationssystem und Leder abgefragt. Im letzten Schritt werden 7,90 (Stand 02.07.2014) fällig, denn kostenlos ist die professionelle Bewertung nicht erhältlich. Der Betrag kann auf verschiedenen Wegen beglichen werden, hierzu zählen PayPal, Telefon oder Kreditkarte. Nach Zahlung erhält man einen rechnerisch ermittelten Schätzwert. Abschließend erhalten Nutzer den Auszug aus der Schwacke Liste als PDF-Dokument.

Alternativen zur Schwacke Liste kostenlos

Eine Fahrzeugbewertung ist auch alternativ zur Schwacke Liste kostenlos möglich. Diese erhält der Autobesitzer zum Beispiel über DAT oder ADAC. Erstere ist zwar kostenlos, kann jedoch individuelle Merkmale eines Wagens nicht mit einbeziehen. Hier wird lediglich ein grob geschätzter Wert angezeigt, der sich nach Ein- und Verkaufsdaten des aktuellen Gebrauchtwagenmarkts richtet. Eine Fahrzeugbewertung über den ADAC ist nur kostenlos, wenn der Mitgliedsbeitrag von mindestens 49,00 Euro im Standardtarif (Stand 01.07.2014) jährlich gezahlt wird. Doch auch hier werden der Zustand des Autos und spezielle Ausstattungen nicht in den ermittelten Preis einbezogen. An einigen Standorten gibt es für Mitglieder auch die Möglichkeit, eine kostenlose KFZ Wertermittlung durch einen ADAC Mitarbeiter durchführen zu lassen. Auch einige online Portale bieten im Internet Alternativen zur Schwacke Liste kostenlos an. Hier müssen Fahrzeugdaten in ein Formular eingetragen werden, um den Restwert zu ermitteln. Einige Anbieter lassen zusätzlich durch einen Fachmann den individuellen Autowert bestimmen. Dieser Service ist häufig kostenlos.

Webpräsenz: www.schwacke.de

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